• News

    Neues aus der Judo-Welt

  • Wettkämpfe

    Termine für Meisterschaften und Ausschreibungen

  • TJV - der Verband

    Informationen über den Verband

  • Kontakt zum TJV

    Verbindungen zum Thüringer Judo-Verband e.V

Thüringer Judo-Verband e.V.

Aktuelles 2017

Silber für Thüringerin Lea Stein

Foto (Thomas Schauseil): Schwergewichtlerin Lea Stein vom JSC Stotternheim kann sich bis ins Finale des Internationalen Thüringenpokal kämpfen. Dies gelang zuletzt 2010 Sarah Vogel in der Klasse bis 44 kg.
Foto (Thomas Schauseil): Aus einer Festhalte gab es im Finalkampf gegen Luiza Cruz (BRA) kein Entkommen für Lea. Die Silbermedaille ist nach Bronze bei der DEM U18 ein weiterer großer Erfolg für die Sportschülerin.
Foto (Thomas Schauseil): Mit dem Viertelfinalsieg gegen Laislaine Rocha (BRA) bereitet sich Lea den Weg ins Halbfinale.
Foto (Thomas Schauseil): Frederike Fiedel (JFV Mattenteufel Erfurt), Cassandra Arning (USV Gera), Bente Fünfgelder (SV 1883 Schwarza), Lea Stein (JSC Jigoro Kano Stotternheim), Alina Völke (JC Jena) vertraten den Thüringer Judoverband beim 26. Internationalen Thüringenpokal in Bad Blankenburg.

Nach sieben langen Jahren hat es wieder eine Thüringer Sportlerin ins Finale des Internationalen Thüringenpokals im Judo geschafft. Lea Stein vom JSC Stotternheim konnte nach Auftaktsiegen gegen Jilke Ripping (NED) und Laislaine Rocha (BRA) die Deutsche Laura Augustin im Halbfinale bezwingen. Im Finalkampf der Klasse über 78 Kilogramm unterlag sie zwar der Brasilianerin Luiza Cruz mit Festhalte. Die Silbermedaille ist allerdings, nach Bronze bei den Nationalen Titelkämpfen, ein weiterer großartiger Erfolg für die noch junge Sportlerin. 

Für den Thüringer Judo-Verband waren neben Lea Stein vier weitere Sportlerinnen angetreten. 

Für die U18 Kämpferinnen Bente Fünfgelder (SV 1883 Schwarza), Alina Völke (JC Jena) und Cassandra Arning (1. USV Gera) kam aber, nach jeweils verlorenen Auftaktpartien, spätestens im ersten Trostrundenkampf das Aus. 

In der U21 konnte Frederike Fiedel (JFV Mattenteufel Erfurt) nach der Vorrundenniederlage gegen Kamilla Silva (BRA) ihren ersten Trostrundenkampf gegen Suzey Nieuwesteeg (NED) gewinnen. In einem spannenden und ausgeglichenen Kampf gegen die Französin Lydia Boudouaia musste sich die Erfurterin allerdings in der Verlängerung geschlagen geben. Alle fünf Thüringerinnen trainieren am Landesleistungsstützpunkt in Jena.

Die 26. Auflage des Thüringenpokals lockte wieder ein großes internationales Teilnehmerfeld nach Bad Blankenburg. In der GutsMuhts-Halle der Landessportschule trafen sich insgesamt 450 weibliche Judoka der U18 und U21 Jahrgänge aus 15 Nationen. 

Neben vielen Kämpferinnen aus Deutschland und Europa waren auch Judoka aus Kasachstan, Kanada, Brasilien und Japan - dem Mutterland des Judo - am Start. 

Unter den Augen der Bundestrainer Lorenz Trautmann (U21) und Claudiu Pusa (Frauen) sowie U18 Bundestrainerin Lena Göldi zeigten sich die deutschen Judofrauen in guter Form. 

So konnte Marlene Galandi (UJKC Potsdam) in der U18 ihren Vorjahressieg in der Klasse bis 70 Kilogramm wiederholen. In der Nationenwertung belegte Deutschland den ersten Platz vor Brasilien und Japan. Im Anschluss an den Thüringenpokal findet in der Landessportschule ein internationales Trainingscamp mit 350 Teilnehmerinnen und 70 Trainern statt.  Am Montag wird zudem der traditionelle Länderkampf als Teamwettbewerb ausgetragen. Hier treten in der U18 Deutschland, Brasilien und die Niederlanden gegeneinander an. In der U21 wird es einen Länderkampf zwischen Deutschland, Brasilien und Japan geben. (TT)

Veranstaltungshinweis - 26. Internationaler Thüringenpokal in Bad Blankenburg

Foto (Thomas Schauseil):
Foto (Thomas Schauseil):

Die Vorbereitungen auf den 26. Internationalen Thüringenpokal laufen bereits seit einiger Zeit auf Hochtouren. Am 25. März werden sich knapp 500 Frauen der U18 und U21 mit ihrem Betreuerstab in der 7000 Einwohner zählenden Gemeinde Bad Blankenburg, zu einem der Topevents im weiblichen Nachwuchsbereich treffen. 

Wie schon in den vergangenen Jahren haben erneut zahlreiche Nationen ihre Teilnahme angekündigt. So können sich die Organisatoren wieder über ein starkes Team aus Japan, dem Mutterland des Judos, freuen. Neben Athletinnen aus Kanada, Brasilien, Kasachstan und vielen europäischen Ländern, sind in diesem Jahr auch Sportlerinnen aus Finnland und den USA mit am Start. 

Für den Thüringer Judoverband sind Alina Völke (JC Jena) , die drittplatzierte der DEM U18 Lea Stein (JSC Stotternheim), Cassandra Arning (1.USV Gera), Bente Fünfgelder (SV 1883 Schwarza), Frederike Fiedel (JFV Mattenteufel Erfurt) sowie die U18 Vizeeuropameisterin von 2015 Maxime Brausewetter(Erfurter JC) am Start.

Zeit zur Erholung wird den Sportlerinnen im Luftkurort Bad Blankenburg allerdings nicht bleiben. Im Anschluß an den Thüringenpokal findet von Sonntag bis Mittwoch ein Internationales Trainingscamp statt. Dort werden bis zu 400 Athletinnen und 50 Trainer erwartet. Am Montag Abend können sich die teilnehmenden Nationalteams zudem in einem Länderkampf vergleichen.

Judo-Fans können Kämpfe in der GuthsMuts-Halle der Landessportschule oder im Live-Stream verfolgen

Die Wettkämpfe beginnen am Samstag ab 8:30 Uhr in der GuthsMuts-Halle der Landessportschule. Gekämpft wird auf sechs Tatamis, mit insgesamt 1200 Quadratmetern Mattenfläche. Ab 15:30 Uhr werden die Kämpfe um die Bronzemedaillen und gegen 16.30 Uhr die Finalkämpfe ausgetragen. 

Auf sportdeutschland.tv werden die Kämpfe im Live-Stream übertragen. 

Foto (DJB): Robert Wrede vom PSV Erfurt, ist Träger des 2. Dan. Er bestand die Prüfung zum Bundes-A-Kampfrichter im Rahmen der DEM U21 und darf nun auch nationale Meisterschaften und 1. Bundesligakämpfe leiten.
Foto (DJB): Alle 12 Kandidaten haben die Bundes-A-Kampfrichterprüfung bestanden. vlnr. Byong Chol Song, Angelika Wilhelm, Viktoria Müller, NS, Kirstin Münsterberg, HH, Stephan Bode, Martin Jung, BY, Stefanie Müller, RL, Andreas Kramer, MV, Sara Eckert, NW, Axel Heizmann, BY, Robert Wrede, TH, Eric Rinkes, BB, Alexander Berger, BY, Robert Winkler, BE, Michael Walch, SA, Frank Doetsch, Hans-Werner Krämer

Robert Wrede ist Bundes-A-Kampfrichter

Insgesamt 12 Kandidaten stellten sich am vergangenen Wochenende der Bundeskampfrichterkommission zur diesjährige Bundes-A-Kampfrichterprüfung, die im Rahmen der Deutschen Meisterschaften U21 in Frankfurt (Oder) statt fand. Einer von ihnen war der Thüringer Robert Wrede vom PSV Erfurt.

Robert hatte am Freitag zunächst die Theorie zu absolvieren. Am Samstag und Sonntag ging es dann auf die Matte, um die Kämpfe der DEM U21 zu leiten. Bereits am Samstag zeichnete sich ab, dass Robert die Prüfung recht gut absolvieren würde. Sodass er am zweiten Wettkampftag auch bei den Kämpfen um die Bronzemedaillen eingesetzt wurde.

Am Sonntag wurde dann nach den Vorrundenkämpfen die Ergebnisse verkündet und Robert bekam von allen 5 Prüfern eine sehr gute Leistung bescheinigt. Damit bestätigte Robert seine seit langem engagierte und zuverlässige Arbeit im Kampfrichterbereich und kann sich nun über die höchste nationale Kampfrichterlizenz und damit auch auf Einsätze bei Deutschen Meisterschaften und in der 1. Bundesliga freuen.

Herzlichen Glückwunsch!

 

Angelika Wilhelm

 

Bundeskampfrichterkommission und Landesreferent Thüringen

 

 

DEM U21 - Medaille im letzten Kampf - Bronze für Fabian Meyer im Schwergewicht

Foto (Thomas Schauseil): In einem Kraftakt holt der Gothaer Fabian Meyer die Bronzemedaille im Schwergewicht nach Thüringen.

Frankfurt (Oder), 11./12.März 2017 - Bis auf den letzten Kampf eines TJV Sportlers mussten die Thüringer bei den Deutschen Einzelmeisterschaften der U21 in Frankfurt (Oder) warten, dann gab es sie doch noch, die erste Medaille für den Thüringer Judo-Verband. Fabian Meyer vom FSV 1950 Gotha brachte das erhoffte und letztendlich lang ersehnte Edelmetall ein. 

Er gewann im Kampf um die Bronzemedaille gegen Sebastian Wendt (Niedersachsen) im Golden Score. Großen Anteil dabei hatte Landestrainer Mike Göpfert, der den Gothaer Schwergewichtler immer wieder lautstark vom Mattenrand antrieb, denn der Kampf ging kräftemäßig auf die Substanz und stand mehrmals auf Messers Schneide. Letztendlich behielt Fabian aber die Nerven und die Übersicht. Nach einer Wurfaktion bekam er den Niedersachsen in eine Festhalte, aus der es kein Entkommen gab. Ein versöhnliches Ende, einer bis dato schon fast frustrierenden DEM.

Luis-Miguel Kroll (Erfurter Judoclub) hatte zuvor im Kampf um Bronze in der Klasse bis 100 Kilogramm gegen Vladislav Gavrilov (Berlin) verloren. Auch hier war der Kampf lange Zeit ausgeglichen, bevor Gavrilov den entscheidenden Ippon werfen konnte. Schade für Kroll, denn die Belohnung für eine sehr gute Leistung blieb aus. Auch Vincent Giller (SV 1883 Schwarza) musste nach zwei Siegen und einer Niederlage in den Vorkämpfen über die Trostrunde gehen. Pascal Meyer (Brandenburg) erwischte den Schwarzaer im ersten Trostrundenkampf aber im vollen Lauf und beendete somit die Medaillenträume des 60 Kilo-Mannes mit einem sehenswerten Ippon.

Ariane Knoll (PSV Weimar) sorgte mit dem 7. Platz in der Schwergewichtsklasse der Frauen für ein kleines Trostpflaster. Medaillenhoffnung Maxime Brausewetter (Erfurter Judoclub) musste die nationale Meisterschaft aus gesundheitlichen Gründen gleich ganz absagen. 

Am ersten Tag der DEM lief es aus Thüringer Sicht schon nicht sehr rosig. Maik Engelbrecht (Erfurter Judoclub) gewann zwar in der Trostrunde bis 73 Kilogramm einen Kampf, schied aber leider anschließend gegen Sebastian Freytag (Bayern) aus. Am Ende stand der 9. Platz für Maik als beste Thüringer Platzierung des ersten Wettkampftages. Ebenfalls über die Trostrunde musste Lucas Gerlach (JC Jena). Nach vier Minuten Kampfzeit unterlag er Vadim Shenk (Bayern) mit Waza-ari und war somit ebenfalls aus dem Rennen um die Medaillen. Alle anderen Thüringer Sportler waren schon in der Vorrunde ausgeschieden. (TT)

Trauer um Jupp König

Der Thüringer Judo-Verband, die Kreisunion West und die Sportler des Polizeisportverein Eisenach e.V. trauern um ihren Sportfreund Josef (Jupp) König, dessen Leben dem Judosport gewidmet war.

Der Ehrenpräsident des PSV Eisenach und Ehrenmitglied des Thüringer Judo Verbandes, Mitglied der Dan-Prüfungskommission und ehemaliger Landeskampfrichter, verstarb am Abend des 07.03.2017 nach langer Krankheit kurz vor seinen 85. Geburtstag im Kreise seiner Familie.

Seit 1955 stand Jupp König in Eisenach auf der Judomatte und brachte als Trainer kleinen und großen Judokas das Einmaleins des Judosports bei. Er genoß im Verein und unter seinen Judofreunden eine ungeheuer große Wertschätzung. Seine Erfahrungen und seine Meinung waren stets gefragt. Seine Fähigkeiten im Umgang mit jungen Sportlerinnen und Sportlern, seine Geduld und seine Kompetenz zeichneten Jupp König aus. 

Sein Wissen und sein Können brachte Jupp in verschiedensten Funktionen im Thüringer Judo Verband ein. Als Landeskampfrichter und Mitglied der Dan-Prüfungskommission war er viele Jahre auch über Thüringens Grenzen hinaus bekannt. Zum Dank wurde er Ehrenmitglied des Thüringer Judo Verbandes und mit dem 6. Dan geehrt.

Die Sportler des PSV Eisenach sind sich der großen Lücke bewusst, die Jupp in Ihren Verein hinterlassen hat. Sein Verein, der Vorstand des Thüringer Judo-Verbandes und seine Judofreunde in ganz Thüringen werden Jupp König vermissen und in ewiger, dankbarer Erinnerung behalten.

Nachruf

Der TJV verabschiedet  sich von Horst Schneider, einem Judopionier in Thüringen und der ehemaligen DDR.

Horst Schneider begann als Jugendlicher mit dem Judosport und bestritt erfolgreich seine ersten Wettkämpfe. Er nahm später als Student unter anderem an den Studenten-Europameisterschaften 1958 in Frankreich teil. Für Horst Schneider war es nur ein folgerichtiger Schritt, dass er nach seiner Lehre als Tischler die Möglichkeit des Sportlehrerstudiums an der DHFK Leipzig nutzte und dieses 1962 als einer der ersten Absolventen abschloss. Als als Diplomsportlehrer mit dem Spezialfach Judo arbeitete er als Trainer im Leistungssport beim damaligem SC Berlin.

Allerdings musste Horst Schneider seine Tätigkeit aufgrund seiner Verwandten in den alten Bundesländern beenden. Er ging in seinen Heimatort Pößneck  zurück und baute dort die Judosektion Pößneck auf.

Gleichzeitig wirkte er als Vorsitzender der Graduierungskommission des damaligen BFA Judo ununterbrochen bis 1990 und im Bezirksfachausschuß Judo Gera ehrenamtlich mit.

In seiner Tätigkeit als Fachberater Sport hatte er einen entscheidenden Anteil an der Entwicklung der Sportart Judo im Schulsport. Bis 1996 leitete er die Sportlehrer für diese Kampfsportausbildung im Sportunterricht an und bildete sie regelmäßig weiter. In seiner Eigenschaft als Vorsitzender der Dan-Prüfungskommission nahm Horst Schneider sehr persönlich viel Zeit und Aufwand in die Weiterbildung des Prüfungssystem, in der Anleitung und fachlichen Weiterentwicklung der Abnahmeberechtigten. So wurde auf seine Idee hin ein System der Dan-Konsultationen, spezielle Weiterbildungsveranstaltungen usw. initiiert. Von 1990 - 2013 war Horst Schneider  stellv. Prüfungsreferent im Landesverband Thüringen und war unter anderem für die theoretische Vor- und Nachbereitung der Dan-Prüfungen (Bewertungslisten) verantwortlich.

Horst Schneider legte 1958 als einer der ersten Judoka in der ehemaligen DDR die Prüfung zum 1. Dan ab.

Für die Gesamtheit dieser Leistungen wurde Horst Schneider 2012  der 6. Dan verliehen. Der TJV wird das Andenken an Horst Schneider in Ehren halten.

Foto (privat): Die vier Medaillengewinner der DEM U18 trainieren alle am Landesleistungsstützpunkt Jena. vlnr. Lea Stein (JSC Stotternheim), Levin Gerlach (JC jena), Max Standke (Kodokan Erfurt), Tom Blechschmidt (JSC Stotternheim)
Foto (privat): Lea Stein (JSC Stotternheim) zeigt ihren besten Kampf im kleinen Finale. Sie holt mit der Bronzemedaille das einzige Edelmetall für Thüringen bei den U18 Frauen.
Foto (privat): Levin Gerlach (JC Jena) zeigt sich mit guter Strategie und mit einer ausgezeichneten kämpferischen Leistung bei der DEM U18. Am Ende wird er dafür mit einem 3. Platz belohnt.
Foto (privat): Nach Startschwierigkeiten findet Max Standke (KODOKAN Erfurt) seinen Weg durch die Trostrunde, die er souverän mit dem 3. Platz beendet.
Foto (privat): Technisch brillant im Stand und Boden passiert Tom Blechschmidt die Vorrunde bis zum Finalkampf. Dort verpasst der Stotternheimer leider die Goldmedaille in der Endphase des Finales. Der Deutsche Vizemeistertitel geht nach Stotternheim, die zur DEM U18 die meisten Thüringer Athleten stellten.

Deutsche Einzelmeisterschaften U18 in Herne - 4 Medaillen für Thüringen

Herne, 4./5.3.2017  - Mit vier Medaillen im Gepäck reisen die Athleten des Thüringer Judo-Verbandes von den Deutschen Einzelmeisterschaften der U18 in Herne zurück. Schwergewichtlerin Lea Stein (JSC Stotternheim) konnte am Sonntag mit der Bronzemedaille eine vierte Medaille für den Thüringer Landesverband beisteuern.Nach einer verletzungsbedingt nicht optimalen Vorbereitung auf die DEM und anfänglichen Startschwierigkeiten kämpfte sie sich, wie auch ihre Schwester Sina, bis ins Halbfinale. Beide Stotternheimer Kämpferinnen mussten sich allerdings dort geschlagen geben. In der Begegnung um die Bronzemedaille zeigte Lea dann ihren bis dato besten Kampf und sichert sich somit eine Platzierung bei der DEM. 

Ihre Schwester Sina verpasste das Podest leider knapp und belegte am Ende eine achtbaren fünften Platz. 

Insgesamt gesehen erwischten die Frauen keinen besonders guten Tag. Ausser einen neunten Platz für Cassandra Arning (-57 kg, 1. USV Gera), bei deren Kämpfen es Licht und Schatten gab und einen neunten Platz für Bente Fünfgelder (-52 kg, SV 1883 Schwarza), die als jüngster Jahrgang Ambitionen zeigte, blieben die Thüringerinnen teilweise hinter ihren Möglichkeiten.

Am ersten Wettkampftag sorgte Tom Blechschmidt mit dem Deutschen Vizemeistertitel in der Klasse bis 73 Kilogramm für die erste Thüringer Medaille. Tom überzeugte dabei mit technischer Brillanz. Er konnte alle Kämpfe sowohl im Stand, als auch im Boden mit Ippon gewinnen. Auch im Finale kämpfte der Stotternheimer eine starke Partie. Gegen Islam Madarov (LV Württemberg) zeigte er sich in einem spannenden Duell im Stand leicht überlegen, allerdings brachte eine Bodenaktion des Württembergers kurz vor Kampfende den entscheidenden Ippon gegen den Thüringer. 

Elias Kroll (Erfurter JC) konnte sich in der gleichen Klasse bis auf Platz 9 vorkämpfen. Auch Jörn Steinke (JSC Stotternheim) konnte in der 73-er Gewichtsklasse gut mithalten kämpfte aber insgesamt zu inkonstant.

Levin Gerlach vom JC Jena schaffte mit einer guten Strategie und kämpferisch bestens aufgelegt den Halbfinaleinzug in der Klasse bis 43 Kilogramm. Dort unterlag er nach einem intensiven Kampf im Golden Score nach 7:05 Minuten dem späteren Deutschen Meister David Ickes (LV Schleswig Holstein). Im Kampf um den dritten Platz musste Levin noch einmal über 6 Minuten powern, um sich im Golden Score letztendlich Bronze zu sichern. 

Tolles Judo zeigte auch Vereinskamerad Nick Gerstenberger, als er mit einer Ura-nage zum Ippon kam. Letztendlich fehlt noch etwas die Stabilität im Kampf, um noch weiter nach vorne zu kommen. Am Ende belegt das Jenaer Leichtgewicht den neunten Platz bis 43 Kilogramm.

Nach anfänglichen Schwierigkeiten fand Max Standke in der Klasse bis 46 Kilogramm in den Wettkampf und konnte sich dann souverän über die Trostrunde bis ins kleine Finale kämpfen. Dort besiegte der Kämpfer vom Kodokan Erfurt Leon Lichtmannegger (LV Pfalz) mit Ippon und sicherte sich somit den dritten Platz.

Mit drei Medaillen bei den U18 Männern wurde das gesetzte Ziel erreicht. Landestrainer Mike Göpfert, der am Mattenrand von Sven Hesse, Andy Poltrock und Tony Stegmann unterstütz wurde, zeigte sich zufrieden mit dem Ergebnis seiner Jungs. Insgesamt gesehen belegt man in der Medaillenstatistik den 11. Platz noch vor Sachsen und Sachsen-Anhalt. (TT)

 

 

Aktive Tage der Nordthüringer Vereine

Foto (privat): Zur Erwärmung für die Bodenarbeit bietet sich eine sogenannte "Kriechgymnastik" an. Neben der Kräftigung der Rumpfmuskulatur werden auch die koordinativen Fähigkeiten verbessert.

Am 17. Februar reisten zahlreiche Judokas in Richtung Heiligenstadt, um der Einladung zur „Offene Matte“ des KSV Budokan Heiligenstadt zu folgen.  

Sven Hesse, Stützpunkttrainer am LLS Jena, leitete das Training und führte über zwei Stunden eine lehrreiche und aktive Trainingseinheit durch. 

Mit seiner Kriechgymnastik brachte er die 42 Judoka aus allen Altersklassen und 4 Nordthüringer Vereinen schnell zum schwitzten. 

Alle teilnehmenden Sportler waren sich im Anschuss einig, dass diese „Offene Matte“ wiederholt werden muss.

 

Mitteldeutsche Meisterschaft der U18 und U21 in Schönebeck - Beide 73 kg Klassen fest in Thüringer Hand

In Schönebeck an der Elbe fanden die diesjährigen Mitteldeutschen Meisterschaften der U18 und U21 Altersklassen und damit die Qualifikationswettkämpfe zu den Deutschen Meisterschaften statt. Erstmals wurde die Meisterschaften, mit allen Vor- und Nachteilen, an nur einem Wettkampftag ausgetragen. 

Widrige Wetterbedingungen, mit reichlich Neuschnee sorgten erstmal für eine holprige Anfahrt an die Elbstadt. Auf die richtige Betriebstemperatur zu kommen war für die Sportler an diesem Tag besonders wichtig, denn die Sporthalle des Berufsbildungszentrums lud die Athleten, Trainer und Gäste nicht gerade mit Wohlfühltemperaturen ein.

Am Ende eines langen Wettkampftages, konnten die Thüringer Judoka dann aber insgesamt 43 Medaillenerfolge vorweisen.  In der U18 Altersklasse haben sich somit 27 Sportler für die Deutschen Meisterschaften in Herne qualifiziert. In der U21 dürfen immerhin 16 Thüringer zu den nationalen Titelkämpfen nach Frankfurt (Oder) fahren. Besonders erfreulich für Landestrainer Mike Göpfert, die prestigeträchtige 73 Kilogrammklasse der Männer blieb in beiden Altersklassen, auf allen Medaillenrängen fest in Thüringer Hand. Grund zum Feiern hatten die Judoka vom JSC „Jigoro Kano“ Stotternheim. Sie brachten gleich neun Sportler durch und können mit einem Großaufgebot zur DEM reisen. (TT) Schönebeck, 11.02.2017

 

Alle Ergebnisse der MDEM U18 und U21

 

Foto (Thomas Schauseil): Mit widrigen Bedingungen hatte auch Fotograf Thomas Schauseil zu kämpfen. Das Licht in der Halle war nicht ideal, aber trotzdem gelang ihm wieder ein Topshot, diesmal mit Lucas Gerlach (im blauen Judogi) vom JC Jena.
Foto (Anne Meiser): Der TJV freut sich über 27 qualifizierte Sportler für die DEM U18 am 4./5. März in Herne.
Foto (Thomas Schauseil): In der U21 können 16 Judoka nach Frankfurt (Oder) reisen, sie haben sich für die DEM am 11./12. März qualifiziert.
Foto (Thomas Schauseil): Anthony O'Brien, vom SV 1883 Schwarza hat seinen Gegner am Boden "festgenagelt". 20 Sekunden und der Kampf ist gewonnen.

Deutsch-Französische Jugendbegegnung

Eine Woche mit vielen Eindrücken liegt hinter der Gruppe von Jugendlichen und den Betreuern des TJV. Gemeinsames Training, kulturelle Ausflüge und immer wieder sprachliche Hürden meistern, das waren die Hauptthemen dieser von der DSJ geförderten Maßnahme. Mit Sicherheit ist unsere Partnerschaft mit dem Stützpunkt Tours wieder ein Stück gewachsen und die deutsch-französische Freundschaft ausgebaut worden. Wir danken unseren Partnern für optimale Bedingungen für eine sehr gute Vorbereitung! 2018 sieht man sich wieder, dann in Jena.

Kampfrichterfortbildung für Landes-, Gruppen- und Bundeskampfrichter in Bad Blankenburg

Foto (privat): Insgesamt nahmen 38 Kampfrichter aus Thüringern, Berlin und sogar aus der Schweiz am Lehrgang teil.

Bad Blankenburg, 04.-05.02.2017 - Am Wochenende fand in Bad Blankenburg der jährliche Fortbildungslehrgang für Thüringer Bundes-, Gruppen- und Landeskampfrichter statt. Insgesamt hatten sich 38 Kampfrichter zum Lehrgang angemeldet.

Neben den Thüringer Kampfrichtern nahmen auch Gäste aus Berlin und der Schweiz am Lehrgang teil.

Unter Leitung der Kampfrichterreferentin und Mitglied der Bundeskampfrichterkommission Angelika Wilhelm und den beiden Kommissionsmitgliedern Daniel Krüger und Annett Krüger wurden die neuesten IJF Regeln in Theorie und Praxis vorgestellt und interpretiert. Regelkunde, Videoarbeit, Gruppenarbeit, Theorietest und ausgiebige Praxiseinheiten stellten den Kern des Lehrgangs. Die zahlreichen, meist jüngeren Kampfrichterkollegen- und Kolleginnen stellten einmal mehr ihr Engagement und ihre Teamfähigkeit unter Beweis.

Bereits während des Lehrgangs gab es auch schon die ersten Änderungen zum neuen Regelwerk, die ganz frisch von der IJF weiter gegeben wurden und seit diesem Wochenende gültig sind. 

Da zukünftig neben dem Thüringenpokal auch bei Landes- und Gruppenmeisterschaften die Care-Systeme in Thüringen zur Unterstützung der Kampfrichter eingesetzt werden, wurden die Kampfrichter auch diesbezüglich geschult. In simulierter Turnierform konnten alle Teilnehmer nicht nur ihre kämpferischen Fähigkeiten unter Beweis stellen, sondern auch den praktischen Umgang mit Headset, als alleiniger Kampfrichter auf der Tatami und der Arbeit als Außenrichter am Care-System testen. Alle Teilnehmer konnten ihre Lizenzen sowohl theoretisch als auch praktisch erfolgreich verlängern. (AW)

Im Interview mit Dennis Ehrmann - Deutscher Vizemeister bis 66 kg

Foto (Thomas Wetzel): Nach längerer Verletzungspause meldet sich der 24-jährige Dennis Ehrmann vom PSV Meiningen, mit dem Deutschen Vizemeistertitel bis 66 kg zurück auf der Wettkampfbühne.

Tobias: Dennis, erst einmal herzlichen Glückwunsch zur gewonnenen Silbermedaille bei der DEM in Duisburg. Viele Thüringer Judoka haben die Kämpfe im Internet verfolgt und freuen sich mit dir über den Erfolg, das konnte ich in einigen Gesprächen zur LEM in Schmalkalden heraushören. Hattest du eigentlich mit einem Podestplatz in der 66-kg Klasse gerechnet?

 

Dennis: Ehrlich gesagt nicht, ich war jetzt lange Zeit verletzt, genauer gesagt seit Ende 2014 und habe erst Mitte des letzten Jahres wieder richtig mit Training anfangen können. Ende September bin ich ins Auslandssemester nach Ljubljana. Hier hab ich leider keine optimalen Bedingungen, sodass der Erfolg bei der DEM für mich dann doch sehr überraschend war.

 

Tobias: Was studierst du eigentlich und wie lange bleibst du noch in Slowenien?

 

Dennis: Ich studiere internationale BWL und bin noch bis Mitte Februar in Slowenien.

 

Tobias: Wo und bei wem trainierst du, wenn du nicht gerade im Ausland studierst?

 

Dennis: Zur Zeit trainiere ich am Olympiastützpunkt in Frankfurt (Oder). Meine Trainer sind Uwe Frenz und Gerhard Lorenz, aber mein Heimatverein ist nach wie vor der PSV Meiningen 90 e.V.!

 

Tobias: Beim PSV haben sich ganz besonders über deinen Erfolg gefreut. Ich weiß von André Förtsch, dass sie dich auch gerne in Meiningen auf der Matte sehen.

 

Dennis: Leider schaffe ich es nur sehr selten zum Heimtraining, da mein Lebensmittelpunkt inzwischen in Frankfurt (Oder) liegt. Die Distanz nach Hause ist einfach zu groß ist, um häufig den Heimweg anzutreten. Selbst wenn ich den Heimaturlaub antrete, schaffe ich es meistens durch Studium und Training nicht rechtzeitig los zu fahren, um Abends beim Training zu sein. Aber immer wenn es eine Möglichkeit gibt versuche ich natürlich da zu sein. 

Es bedeutet mir sehr viel, dass sich mein Heimatverein mit mir über meine Erfolge freut und mich über die letzten Jahre so großartig unterstützt hat. Sie verfolgen immer alles mit und auch wenn ich nur selten da bin, geben sie mir das Gefühl ein Teil von ihnen zu sein. Dafür möchte ich mich an der Stelle einfach mal bedanken! 

 

Tobias: Gehst du eigentlich auch in der Bundesliga für ein Team an den Start?

 

Dennis: Ja, ich kämpfe in der ersten Bundesliga für den JC Leipzig.

 

Tobias: Hast du nach deinem Start bei der Deutschen Meisterschaft für 2017 weitere sportliche Höhepunkte geplant?

 

Dennis:  Zur Zeit bin ich etwas im Prüfungsstress an der Uni und wie gesagt habe ich hier in Ljubljana nicht die optimalen Bedingungen, aber ich denke der nächste Schritt ist wieder an Europa Cups teil zu nehmen, um erst einmal meinen Standort neu zu bestimmen und alles andere wird sich dann zeigen.

 

Tobias: Vielen Dank für das kurze Interview. Wir wünschen dir viel Glück bei den Prüfungen und natürlich maximale Erfolge bei deinen nächsten Wettkämpfen.

 

Dennis: Gern geschehen. Vielen Dank.

 

Das Interview führte Tobias Tejkl - Referent für Öffentlichkeitsarbeit im TJV

Wettbewerb der Jugend im Thüringer Judo-Verband e.V.

Foto (Thomas Schauseil): Die Vertreter des JSC Stotternheim, des Kodokan Erfurt und des FSV 1950 Gotha nehmen die Pokale für den Wettbewerb der Jugend 2016 in Empfang.

Mit Jahresende wurde durch die Jugendwarte des TJV Johanna Riede und Thomas Sens der Wettbewerb der Jugend für das Wettkampfjahr 2016 ausgewertet. Auf der Zielgerade konnte sich der Kodokan Erfurt noch am FSV 1950 Gotha vorbeischieben, der den dritten Platz belegte. Unangefochten am Spitzenplatz bleibt der JSC Stotternheim. 

Im Wettbewerb der Jugend werden mit unterschiedlicher Gewichtung die Wettkampfergebnisse der offiziellen Meisterschaften des TJV und des DJB, internationale Medaillengewinne, Breitensportaktionen des DJB, sowie die Delegierungen an das LLS Jena berücksichtigt. 

 

Im Rahmen der Landeseinzelmeisterschaften der U18 und U21 in Schmalkalden wurde durch die Frauen- und Gleichstellungsreferentin des TJV Janina Gürth und TJV Geschäftsführer Tony Stegmann die Ehrung der besten drei Thüringer Vereine vorgenommen.

Neben dem Wettbewerbs-Charakter, der viele Vereine auch zur Teilnahme an den Breitensportaktionen des DJB animiert, gibt es einen weiteren wichtigen Aspekt.

Durch die umfangreiche statistische Erfassung wird auch die sportliche Entwicklung der einzelnen Thüringer Vereine seit 2009 sichtbar. Inwieweit das die Vereine für ihre strategische Ausrichtung nutzen ist nicht bekannt. Anhand der erfassten Daten lassen sich aber für den Verband die Thüringer Schwerpunktvereine ausmachen, die regelmäßig durch die Trainer des Landesleistungsstützpunktes Jena angefahren werden. (TT)

 

Ergebnis Wettbewerb der Jugend 2016  Platz 1-10

 

1. JSC Stotternheim

2. Kodokan Erfurt

3. FSV 1950 Gotha

4. JFV Erfurt (Mattenteufel)

5. SV 1883 Schwarza

6. JC Jena

7. PSV Erfurt

8. PSV Eisenach

9. KSV Budokan Heiligenstadt

10. BSV Nippon Schleiz / Erfurter Judo Club

 

Auswertung Wettbewerb der Jugend 2016

Aufwärtstrend bei Teilnehmerzahl - Landeseinzelmeisterschaften U18 und U21 in Schmalkalden

Schmalkalden, 8.01.2017 - Mit 139 Meldungen gab es bei der diesjährigen Thüringer Landeseinzelmeisterschaften der Altersklasse U18 und U21 einen leichten Aufwärtstrend bei den Teilnehmerzahlen, auch wenn das Starterfeld in der U21 immer noch sehr überschaubar war.  

Unter den Augen des Landestrainers Mike Göpfert und Stützpunktrainer Sven Hesse kämpften Sportler aus 30 Vereinen Thüringens um die Landesmeistertitel.

Premiere hatten zudem die neuen IJF Regeländerungen, die mit dem Jahreswechsel bei DJB Veranstaltungen eingeführt wurden. Logische Konsequenz, auch die Landesmeisterschaft musste nach neuen Regelwerk gekämpft werden. Nach einen Briefing der Kampfrichter und Betreuer durch die Kampfrichterreferentin des TJV Angelika Wilhelm, machte die Umsetzung der neuen Regeln keine Probleme. Durch die Anpassung des Regelwerkes für den nächsten Olympiazyklus, soll Judo noch attraktiver und für die Zuschauer verständlicher werden. Nach einer kurzen Eingewöhnungsphase wurden die Änderungen dann auch sehr positiv aufgenommen. 

Die jeweils 1.-3. Platzierten der LEM konnten mit ihren Medaillengewinn die erste Hürde zur Teilnahme an den nationalen Titelkämpfen meistern. Nun geht es darum am 11. Februar bei den Mitteldeutschen Meisterschaften in Schönebeck das Ticket zur Deutschen Meisterschaft zu lösen. 

Im Rahmen der Landesmeisterschaften wurden zudem die Nachwuchstalente Maxime Brausewetter (Erfurter Judoclub) und Vincent Giller (SV 1883 Schwarza) für ihre Leistungen des Jahres 2016 ausgezeichnet sowie die besten drei Vereine des Wettbewerbs der Jugend mit einem Pokal geehrt. (TT)

 

Alle Ergebnisse der LEM U18/U21

 

Foto (Thomas Schauseil): Der Geschäftsführer des TJV Tony Stegmann überreichte den Förderpreis des Judo Team Thüringen an die Nachwuchstalente Maxime Brausewetter und Vincent Giller.
Foto (Thomas Schauseil): Das Gefühl für den richtigen Augenblick hatte nicht nur Oliver Schulz vom PSV Eisenach, der hier seinen Gegner aus Heiligenstadt von den Beinen holt. Auch Fotograf Thomas Schauseil erwischte den richtigen Moment und schoss ein tolles Bild.
Foto (Thomas Schauseil): Nach einem Briefing durch die TJV Kampfrichterreferentin Angelika Wilhelm im Vorfeld der Veranstaltung, wurden die neuen IJF Regeln schon bei der LEM angewendet. Sie stiessen sowohl bei Kampfrichtern, Kämpfern und Trainer auf ein positives Echo.
Foto (Thomas Schauseil): Hart umkämpft war die Partie zwischen Johannes Limmer (SV 1883 Schwarza) und Maik Engelbrecht (Erfurter Judo Club) in der Gewichtsklasse bis 73 Kilogramm.

Offene Berliner Kata-Meisterschaft und Kata Jugend Pokal

Foto (privat):  vlnr. André Pfannschmidt, Tobias Maultzsch, Lukas Eichler, Anthony Menger, Klaus-Dieter Tiedecke) 

Berlin, 22.01.2017 - Zur Vorbereitung auf die Wettkampfsaison 2017 nahm das Kata-Team des FSV 1950 Gotha e.V. an der Offenen Berliner Meisterschaft und dem Kata Jugend Pokal teil. Im letzten Jahr gelang den bis dato einzigen Thüringer Kata-Wettkämpfern im Erwachsenenbereich schon der Sieg in Berlin. In diesem Jahr wurde ganz klar die Titelverteidigung in der Katame-no-kata angestrebt. 

Tobias Maultzsch (Tori) konnte mit Partner André Pfannschmidt (Uke) dieses Ziel auch souverän erreichen. Das die Thüringer in der Favoritenrolle waren, konnte man auch den Worten der Berliner Wertungsrichter entnehmen: „Es wurde der erwartete Ausgang bei der Katame-no-kata“. Als Neueinsteiger in der Nage-no-kata konnten Lukas Eichler (Tori) mit Anthony Menger (Uke) bei ihren zweiten Kata-Wettkampf, mit ihrer bis dahin besten Vorführung, einen sehr guten 3. Platz von fünf Paaren erreichen. Während in anderen Bundesländern der Kata-Wettkampfsport schon etabliert ist, nehmen die Gothaer in Thüringen eine gewisse Vorreiterrolle ein. 

Klaus-Dieter Tiedecke, der auch Kata-Wertungsrichter ist, hofft für die Zukunft auf weiteren Zuspruch auch aus anderen Thüringer Vereinen. 

Die zahlreichen Judo-Katas mit ihren festgelegten und namentlich benannte Abfolgen von Techniken werden in den Prüfungen zu den Judo-Meistergraden verlangt. Darüber hinaus sind sie eine wichtige Säule des Judo zur Verbesserung der Technik im Detail. Neben einem besseren Technikverständnis wird aber auch die Kondition geschult. Besonders ältere Sportler können sich so über das Ende ihre aktiven Wettkampfkarriere hinaus fit halten. Judo-Katas gibt es sowohl im Stand als auch im Boden. Aus dem Jiu-Jitsu entstammen zudem mehrere Selbstverteidigungskatas, die in den höheren Dan-Graden gezeigt werden müssen. Fast alle Judokatas werden mit einem Partner ausgeführt. Dabei führt der Tori die Technik mit oder an seinem Partner, der im Judo Uke genannt wird, aus. (TT)

Deutsche Einzelmeisterschaften der Frauen und Männer in Duisburg - Dennis Ehrmann vom PSV Meiningen wird Deutscher Vizemeister

Foto (Thomas Wetzel): Dennis Ehrmann (im weissen Judogi) vom PSV 90 Meiningen holt die einzige Thüringer Medaille bei den Deutschen Meisterschaften in Duisburg. Er wird Deutscher Vize-Meister bis 66 Kilogramm.

Duisburg, 21./22.01.2017- Zehn Judoka vertraten den Thüringer Judo-Verband bei den diesjährigen Titelkämpfen der Männer und Frauen in Duisburg. Mit technisch gutem Judo und einer sehr routinierten Vorstellung errang Dennis Ehrmann vom PSV Meiningen die Silbermedaille in der Klasse bis 66 Kilogramm. Nach vier gewonnen Kämpfen musste er sich im Finale nur dem jungen aufstrebenden Athleten Lukas Vennekold aus Bayern geschlagen geben.

 

Mit Domenik Schönefeldt und Maxime Brausewetter gingen auch zwei Thüringer Kaderathleten der Bundesstützpunkte an den Start. Beide überzeugten besonders in der Vorrunde der Meisterschaft. Mit spektakulären Techniken und einem starken Fight gegen den Olympiafünften Karl-Richard Frey, welchen er im Golden-Score auf Waza-ari verlor, zeigte Domenik immer wieder, welches Niveau er schon besitzt. Im Kampf um den dritten Platz der 100 Kilogramm Klasse fand der Sportler vom Budokan Sonneberg nicht mehr zu seiner Form und musste sich Daniel Herbst aus Leipzig geschlagen geben, dennoch stand am Tagesende eine sehr achtbarer fünfter Platz.

 

Ähnlich verlief es auch für Maxime Brausewetter vom Erfurter Judoclub. Mit sehr dynamischem und taktisch gutem Judo konnte Maxime besonders in der Vorrunde überzeugen. Gegen die Olympiastarterin Jasmin Külbs war an diesem Tag im Halbfinale aber nichts zu holen. Aufgrund einer Verletzung am Grundgelenk des Daumens, fand Maxime dann auch nicht mehr zu ihrem Judo und musste sich im Kampf um die Bronzemedaille im Schwerggewicht der Frauen geschlagen geben. Trotzdem kann sie als Juniorin mit diesem 5.Platz sehr zufrieden sein und mit voller Zuversicht auf die Deutschen Meisterschaften der U21 schauen.

 

Zudem vertraten Lucas Gerlach, Vincent Giller, Johannes Limmer, Frederike Fiedel (alle noch U21) und Oleg Ilts an diesem Wochenende den Landesleistungsstützpunkt Thüringen. Besonders Lucas Gerlach konnte mit herzerfrischendem Judo auf sich aufmerksam machen. Mit zwei Siegen und zwei Niederlagen präsentierte sich Lucas, der als Junior zum ersten mal bei einer Deutschen Meisterschaft der Männer dabei war, in einer guten Form. (MG)

Zweiter Sichtungsteil am Landesleistungsstützpunkt Jena

(Foto: Tejkl) Der Thüringer Landestrainer hatte nach dem ersten Sichtungsteil im November 2016 (siehe Bild) zum Sichtungswochenende nach Jena geladen. Auch wenn er wegen der DEM in Duisburg nicht persönlich vor Ort war, folgten fast alle Sportler der Einladung.

22.01.2017 - Sehr positiv blickt Sven Hesse, Stützpunkttrainer am LSS Jena, auf das vergangenen Wochenende zurück. Das Landestrainerteam hatte zum zweiten Sichtungsteil an den Landesleistungsstützpunkt Jena geladen. Sehr zufrieden war man mit der Rückmeldung auf die Einladung zum Sichtungswochenende. Bis auf eine Ausnahme hatten alle eingeladenen Sportler zugesagt, auch wenn kurzfristig noch zwei Teilnehmerinnen krankheitsbedingt absagen mussten.

Am vergangenen Freitag reisten somit 12 Jungen und 8 Mädchen an. Nach dem Bezug der Zimmer im Internat des Sportgymnasium und anschließendem Abendessen standen zum näheren Kennenlernen erst einmal einige Spiele auf dem Programm. Am Samstag wurden die Sportler bei Technik- und Randorieinheiten im Stand und Boden begutachtet. Spezialsportlehrer Andy Poltrock, der zusammen mit Jenny Nisser den Stützpunkttrainer am Sichtungswochenende unterstützte, beobachtete ein insgesamt besseres Niveau als im Vorjahr. Dies fiel insbesondere bei den Basics auf, sicher auch ein Resultat der gemeinsamen Trainingseinheiten mit dem Landestrainerteam in den Schwerpunktvereinen. 

Neben dem straffen Trainingsprogramm kam aber auch der Spaß nicht zu kurz. Eine Rugby-Einheit oder der Besuch im Freizeitbad „Galaxsea“ rundeten das Trainingsprogramm ab. Am Abend ließen dann die meisten jungen Sportler am Billardtisch oder Tischkicker den Tag ausklingen.

Am Sonntag stand neben der Wiederholung der erlernten Techniken, mit Turnen und Akrobatik noch ein interessante Einheit auf dem Programm. Auch hier fiel auf, dass die Sportler die Sache ernst nahmen und auch auf Details Wert legten. In den nächsten Tagen müssen nun Landestrainer Mike Göpfert und Stützpunkttrainer Sven Hesse entscheiden, welche Sportler ihre Empfehlung für den Weg an die Sportschule erhalten. Um den Alltag an einem Sportinternat mit täglichen Training noch näher kennenzulernen, gibt es dann für die in Frage kommenden Sportler noch die Möglichkeit eine Eingewöhnungswoche in Jena zu durchlaufen. (TT)

Mitgliedervollversammlung des Thüringer Judo-Verbandes in Bad Blankenburg

Der neu gewählte Vorstand (vlnr. Köhler, Schaller, Gürth, Schäffner, Tejkl, Guttzeit, Berg, Berg, Neues, Töpfer, Sens, Frey, Schauseil)

21.01.2017 - Im Rhythmus von zwei Jahren findet die ordentliche Mitgliedervollversammlung des Thüringer Judo-Verbandes mit der Wahl des Vorstandes des TJV statt. Fristgerecht gingen die Einladungen an alle 64 Thüringer Judovereine, die zusammen über 97 Stimmen verfügen. Der Einladung an die Sportschule in Bad Blankenburg, an der die Mitgliedervollversammlung 2017 stattfand, folgten 38 Vereine mit 70 möglichen Stimmen.Tino Berg richtete als Präsident des TJV Grußworte an die anwesenden Vereinsvertreter, anschließend führte Thomas Schauseil als Versammlungsleiter durch die Tagungsordnungspunkte.In den Berichten der Vorstandsmitglieder wurde die beiden vergangen Jahre überwiegend positiv resümiert. Steffen Engelbrecht wies als Vertreter des Kampfrichterwesens auf die guten Leistungen der Thüringer Kampfrichter hin, rief aber insbesondere die großen Vereine auf weitere Kampfrichter zu qualifizieren.TJV Schatzmeister Knut Frey legte im Bericht des Schatzmeisters die finanzielle Situation des Verbands dar. Ein solides Wirtschaften ist dank des Einnahmenüberschusses aus dem Internationalen Thüringenpokal möglich. Allerdings wäre ohne dieses Topevent nur eine „Mindestversorgung“ aus den Einnahmen, Zuschüssen und Beiträgen machbar. Im Anschluss attestierten die Kassenprüferinnen eine sehr gute Buchführung und die Korrektheit der vorgelegten Zahlen. Sie empfahlen den anwesenden Mitgliedern die Entlastung des Vorstandes. Im Folgenden wurden zwei Satzungsanpassungen und die Beibehaltung des bisherigen Mitgliedsbeitrages mehrheitlich beschlossen. Nach erfolgter Entlastung des bisherigen Vorstandes und der Kassenprüfer ohne Gegenstimmen wurde der neue Vorstand gewählt. Zur Wahl des Präsidentenposten des TJV stand neben Tino Berg als zweite Kandidatin Annett Krüger zur Wahl. In ihrer Bewerbungsrede legte sie ihre Intention zum Wahlantritt dar. Dabei betonte sie, dass sie keine Kampfabstimmung wolle, sondern den Delegierten mit ihrer Aufstellung eine echte Wahlmöglichkeit bieten möchte. Beiden Kandidaten lag in ihren Reden vor allem der langfristige Fortbestand des Landesleistungsstützpunktes Jena mit den damit verbundenen Trainerstellen am Herzen. Im Zuge der Leistungssportreform des DOSB rechne man mit einigen Veränderungen, die momentan aber noch nicht vollends absehbar sind. Krüger schwor die Delegierten auf harte, „abgefahrene“ Zeiten ein, die gemeinsame Anstrengungen erfordern. Berg verwies auf erfolgreiche Gespräche mit dem LSB und die mittelfristige Sicherung des Judoleistungssports in Thüringen. Er setze vor allem auch auf eine Stärkung des Judobreitensports als Garant für stabile, bzw. steigende Mitgliederzahlen. In einer knappen und geheimen Abstimmung wurde Tino Berg mit 37:31 Stimmen zum neuen Präsidenten des Thüringer Judo-Verbandes gewählt. Als Vizepräsidenten wurden mit großer Mehrheit Wieland Guttzeit, Frank Neues und Thomas Sens bestimmt. Schatzmeister bleibt Knut Frey, Angelika Wilhelm begleitet weiterhin das Amt der Kampfrichterreferentin. Tino Berg wurde im Amt des Lehrwartes, Andy Poltrock als Referent für Schulsport und Volkmar Schaller als Prüfungsreferent bestätigt. Neu im Vorstand des TJV sind als Referent für Öffentlichkeitsarbeit Tobias Tejkl, Carsten Göbel als Sportreferent, Janina Gürth als Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte und Thomas Köhler als Breitensportreferent. Thomas Schauseil wurde als Vorsitzender des Rechtsausschuss und Evelyn Töpfer sowie Tanja Schäffner als Kassenprüferinnen gewählt. In den abschließenden Worten des alten und neuen Präsidenten Tino Berg, richtete dieser noch einmal einen Dank an die bisherigen Mitglieder des Vorstandes, die in den vergangenen Jahren eine gute Arbeit geleistet haben. (TT)

Thüringer Kata-Sportler blicken auf ein erfolgreiches Jahr zurück

Foto (Tiedecke): Lukas Eichler, Anthony Menger, André Pfanschmidt und Tobias Maultzsch wollen 2017 ihre Ergebnisse bei Kata-Wettbewerben kontinuierlich verbessern.

Noch wird der Kata-Sport in Thüringen von wenigen Sportlern aktiv betrieben. André Pfannschmidt, Tobias Maultzsch, Lukas Eichler und Anthony Menger allesamt vom FSV 1950 Gotha, haben sich auf das neue Terrain gewagt. Der Start war nicht einfach. Seit 2014 nehmen die Judoka Tobias Maultzsch und André Pfannschmidt, des FSV 1950 Gotha regelmäßig an Kata-Meisterschaften auf nationaler und internationaler Ebene teil. 

Dabei erzielt das Kata-Paar kontinuierlich bessere Ergebnisse. „Wir freuten uns über jede bessere Platzierung, wichtig war uns  aber dabei, die erreichte Punktzahl für die Fehleranalyse und zum Erkennen der Schwachstellen“, resümiert ihr Trainer und Mentor Klaus-Dieter Tiedecke, der die Beiden von Anfang an betreut. Für das kommende Jahr nimmt sich das Duo vor, auf deutscher Ebene den Anschluss an die Spitzengruppen in den jeweiligen Katas zu schaffen. „Das wird ein hartes Stück Arbeit, bedenkt man das die Topplatzierungen an Paare gehen, die die Kata seit über 15 Jahren trainieren“, so André Pfannschmidt.

Die Erfolge der Beiden haben auch das Interesse der Kata-Einsteiger Lukas Eichler und Anthony Menger geweckt. Darum befassten sich Lucas und Anthony intensiv mit der Nage-no-Kata und hatten ihre Premiere zum Dieter Born Pokal Ende des Jahres. Als jüngste Starter des Tages konnten sie ihre bisherig beste Nage-no-Kata zeigen.

Mit dem 3. Platz in der Kime-no-Kata, und einem vierten Platz in der Katame-no-Kata, sowie den 3. Platz in der Nachwuchswertung, konnten Tobias  Maultzsch und André Pfannschmidt in Bonn die Leistungen des Jahres noch einmal bestätigen.

Auch der Kata-Work-Shop in Gotha, der 2016 zum zweiten Mal stattfand, erfreut sich zunehmender Beliebtheit. Auch wenn der Fokus vorrangig auf der Nage-no-Kata lag, hofft das Kata-Team-Thüringen auf baldige Unterstützung durch ein weiteres Duo. Ein Paar aus Erfurt hat geplant sich 2017 intensiv mit der Juno-Kata zu befassen. Es besteht also Hoffnung, dass sich Thüringen auf Kata-Wettbewerben bald mit vier Katas präsentieren kann. 

Natürlich wird im Herbst 2017 der 3. Kata-Work-Shop stattfinden. Wer aber nicht solange warten möchte und Interesse an einer der oben genannten Kata’s hat und/oder das Kata-Team-Thüringen unterstützen möchte kann sich gerne mit den Gothaern in Verbindung setzen! (TT)

 

Erfolge für Thüringer Kata-Sportler im Jahr 2016:

Offene Berliner Kata–Meisterschaft  

1. Platz Katame-no-kata (Maultzsch/Pfannschmidt)

 

Deutsche Kata–Meisterschaft (Speyer) 

8. Platz Katame-no-kata (Maultzsch/Pfannschmidt)

9. Platz Kime-no-kata (Pfannschmidt/Maultzsch)

 

Internationale Kata–Meisterschaften (Maintal)

6. Platz Katame-no-kata (Maultzsch/Pfannschmidt)

 

Dieter Born Pokal (Bonn)

4. Platz Katame-no-kata (Maultzsch/Pfannschmidt)

3. Platz Kime-no-kata (Pfannschmidt/Maultzsch)

4. Platz Nage-no-kata/Jugend (Eichler/Menger)

3. Platz Nachwuchswertung (Maultzsch/Pfannschmidt)