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Thüringer Judo-Verband e.V.

Aktuelles 2017

Fabian Meyer gewinnt Bronzemedaille beim Junior European Judo Cup in Spanien

Foto (privat): Europa Cup Medaillengewinner Fabian Meyer vom FSV 1950 Gotha mit Christina Faber (JC Wiesbaden), die in der Klasse bis 78 Kilogramm ebenfalls Bronze gewinnen konnte.

Das Gothaer Judotalent Fabian Meyer gewann am vergangenen Wochenende beim Junior European Judo Cup in La Coruna Spanien die Bronzemedaille in der Klasse über 100 Kilogramm! Im kleinen Finale bezwang der Schwergewichtler den Spanier Guillermo Cordero Rodriguez. Damit erkämpft sich der Sportler vom FSV 1950 Gotha, der am Olympiastützpunkt Hannover trainiert, seine erste Europa Cup Medaille und wichtige Ranglistenpunkte. Als nächster Höhepunkt steht vom 13. bis 19. Juni in Brasilien ein Mannschaftsturnier mit anschließenden Trainingscamp an. Dort wird er zusammen mit Vincent Giller vom SV 1883 Schwarza in einer Deutschen Auswahl auf Einladung des brasilianischen Judoverbandes am „Teams International Judo Cup“ teilnehmen. In Lauro de Freitas trifft das deutsche Team dann auf Brasilien, Georgien, Italien, Japan, Russland, Portugal und Großbritannien. (TT)

Neun neue Dan-Träger in Thüringen

Foto (privat): Neun Dan-Anwärter bestanden Ende April ihre Prüfung in Harpersdorf. Es wurden acht I. Dan-Grade und ein II. Dan abgelegt.

Mit Max Winkler, Karolin Förste, Kira Blei, Alexandra Baatzsch, Frederik Suhr (alle JC Jena), Natalia Schauseil (SV Schwarza), Lothar Schertel und David Ackermann (ASC Ronneburg) haben am 29. April acht Dan-Prüflinge ihre Prüfung zum 1. Dan erfolgreich bestanden. Eric Keske (Kodokan Erfurt) legte die Prüfung zum 2. Dan ab. Lothar Schertel war mit 69 Jahren der Älteste Teilnehmer in Harpersdorf. Im Vorfeld der Dan-Prüfung fanden zwei Konsultationen in Jena statt. In den Teilfächern Vorkenntnisse, Standtechniken, Bodentechniken, dem Kata-Teil und in der Spezialtechnik machten die Prüfer trotz dieser Konsultationen Schwächen aus. Gerade die Konter und Kombinationen bleiben auch weiterhin ein Knackpunkt in der Dan-Prüfung. Angehende Dan-Prüflinge sollten sich deshalb zu den Konsultationen gut vorbereitet zeigen, um entsprechende Fragestellungen an die Prüfer richten und Fehler frühzeitig korrigieren zu können. 

U13 und U16 Mannschaftsmeisterschaften in Nordhausen

Foto (Tejkl): Insgesamt 20 Mannschaften nahmen an den Teamwettkämpfen in Nordhausen teil
Foto (Tejkl): Auch bei der LVMM U13 und dem DJP kam die neue Videotechnik (Care-System ) zum Einsatz.
Foto (Tejkl): In der U16 stand mit dem Landesausscheid auch die Qualifikation für das Bundesfinale des Deutschen Jugendpokals auf dem Plan. Die ersten drei Mannschaften konnten sich die Fahrkarte für das Finale in Frankfurt am Main lösen.
Foto (Tejkl): In äußerst spannenden Finalen konnten sich die KG Mattenteufel Erfurt/SV Schwarza (DJP U16 w), der FSV 1950 Gotha (DJP U16 m), der EKC Erfurt (LVMM U13 w) und die KG Kodokan EF/SV Schmalkalden (LVMM U13 m) die Titel sichern.

Am vergangenen Wochenende fanden in der Wiedigsburghalle in Nordhausen die Teamwettkämpfe der Altersklasse U13 und U16 statt. Die U13 Jahrgänge kämpften um den Titel Thüringer Landes-Vereins-Mannschaftsmeister, die U16 im Landesausscheid des Deutschen Jugendpokals um die Qualifikation zum Bundesfinale. Insgesamt waren 20 Mannschaften nach Nordthüringen gekommen.

Zu einem spannenden Finalkampf kam es in der männlichen U13. Nachdem sich die Kampfgemeinschaft Kodokan Erfurt/SV Schmalkalden in der Vorrunde gegen den FSV 1950 Gotha nur knapp mit 4:4 und 40:31 Unterpunkten durchsetzen konnte, gestaltete sich die letzte Partie des Tages genauso knapp. Gotha ging in Führung und konnte der KG auch einen sicher geglaubten Punkt abringen. Am Ende fehlte dem FSV 1950 Gotha allerdings nach oben die Luft, so dass die Kampfgemeinschaft Kodokan Erfurt/SV Schmalkalden von Kampf zu Kampf aufholen konnte. Mit dem letzten Kampf viel dann auch die Entscheidung. Die KG Kodokan Erfurt/SV Schmalkalden sicherte sich den verdienten Landesmeistertitel vor Gotha. Auf den dritten Platz reihten sich der PSV Eisenach und EKC Erfurt ein.

Bei den U13 Mädchen lief es nicht weniger spannend. Hier setzte sich der EKC Erfurt mit einem hauchdünnen Vorsprung gegen die Kämpferinnen vom FSV 1950 Gotha durch. Mit einem 4:4 und 40:37 Unterpunkten machte letztendlich eine Wertung den Unterschied. Die Mädchen vom EKC Erfurt wurden zum ersten Mal Thüringer Vereins-Mannschaftsmeister. In einem Starterfeld von fünf Mannschaften konnte sich der Kodokan Erfurt und der JSC Stotternheim die Bronzemedaille erkämpfen.

Im Landesausscheid des Deutschen Jugendpokals U16 kam es bei den Frauen zum direkten Showdown zwischen der KG Mattenteufel Erfurt/SV Schwarza und dem JSC Stotternheim, da nur zwei Mannschaften gemeldet waren. Hier ließ die KG Mattenteufel Erfurt/SV Schwarza nichts anbrennen. Sie wurden mit einem 5:0 Sieg Landessieger.

In der männlichen U16 konnten sich das Team vom FSV 1950 Gotha im letzten Kampf für die Vorrundenniederlage gegen die Mattenteufel Erfurt revanchieren. Nachdem die Gothaer im Pool noch mit 3:4 das nachsehen hatten, musste die Erfurter Mattenteufel im Finale gleich ihre ersten beiden starken Gewichtsklassen abgeben. Auch in den weiteren Kämpfen blieb Fortuna auf Seiten der Gothaer. Am Ende war der 5:0 Sieg des FSV 1950 Gotha auf dem Papier deutlich, auf der Matte hingegen war der Unterschied geringer und die Entscheidungen knapp. Landessieger wurde der FSV 1950 Gotha vor dem Team der Mattenteufel Erfurt. Im Kampf um Platz drei konnte sich der Kodokan Erfurt gegen den PSV Eisenach durchsetzten. Die ersten drei Mannschaften haben sich mit ihrer Platzierung den Weg zum Bundesfinale des Deutschen Jugendpokals geebnet. Die Finalrunde findet vom 23.-25.06. in Frankfurt am Main statt. (TT)

 

Ergebnisse: 

DJP U16 weiblich: 1. Mattenteufel Erfurt/SV Schwarza, 2. JSC Stotternheim 

DJP U16 männlich: 1. FSV 1950 Gotha, 2. Mattenteufel Erfurt, 3. Kodokan Erfurt,?4. PSV Eisenach, 5. JSC Stotternheim, 5. SKKA NDH

LVMM U13 weiblich: 1. EKC Erfurt, 2. FSV 1950 Gotha, 3. Kodokan Erfurt, 3./4. JSCStotternheim, 5. SKKA NDH 

LVMM U13 männlich:  1. KG Kodokan EF - SV Schmalkalden, 2. FSV 1950 Gotha,?3. PSV Eisenach, 3. EKC Erfurt, 5. JSC Stotternheim, 5. JC Jena 

European Cadet Cup in Berlin - Nominierungen für Internationale Einsätze und U18 EM

Die deutschen U18 Judoka konnten beim European Cadet Cup in Berlin mit zehn gewonnenen Medaillen, sowie drei fünften und vier siebten Plätze den dritten Rang in der Nationenwertung hinter Russland und Brasilien erkämpfen. Für den Thüringer Landesverband waren Alina Völke (-70 kg), Lea Stein (+70 kg), Elias Kroll (-73 kg) und Tom Blechschmidt (-73 kg) am Start. Die Jenaerin Alina Völke startete gut in ihren ersten Kampf gegen Carolina Paiva. Über weite Strecken beherrschte sie die Portugiesin, musste sich aber letztendlich etwas unglücklich mit Waza-ari geschlagen geben. Leider blieb es bei diesem einen Kampf. Lea Stein tat sich schwer in Berlin. Nach einem gewonnen Kampf gegen die Russin Aleksandra Kopyltsova, scheiterte sie im zweiten Kampf gegen die Tunesierin Fatma Laabidi. In der Trostrunde kam 

nach einer Niederlage gegen Tahina Durand das Aus für die Schwergewichtlerin, die insgesamt hinter ihren Möglichkeiten blieb. Freuen darf sich die Stotternheimerin indes über die Nominierung zum European Youth Olympic Festival der U18, das Ende Juli im ungarischen Györ stattfinden wird.

Bei den Männern machte Elias Kroll vom Erfurter-Judoclub, der noch jüngster U18 Jahrgang ist, in der Partie gegen den Italiener Andrea Spicuglia einen guten Kampf. Am Ende verliert er aber über die Zeit, nach einer Waza-ari Wertung des Italieners, der ihn aber leider nicht ihn die Trostrunde ziehen kann.

Tom Blechschmidt, der zweite Thüringer Starter in der 73 Kilogramm Klasse, überzeugte in Berlin. Auch wenn er am Ende eine Medaille ganz knapp verpasste, war der Stotternheimer in dem 61 Kämpfer zählenden Starterfeld immerhin bester Deutscher. In seinen sechs Kämpfen, unter anderem mit Siegen gegen den ungarischen Meister und den georgischen Meister, überzeugte Tom auf ganzer Linie. Landestrainer Mike Göpfert zeigte sich beeindruckt vom technisch variablen Judo und der Willensstärke die Tom in Berlin auf die Matte brachte. So konnte er im Golden Score des Viertelfinales gegen den Georgier Levan Psuturi einen Shido-Rückstand aufholen. Mit einem weiteren Shido für den Georgier gelang Tom der Halbfinaleinzug in der 73-er Klasse. Auch im Kampf um den Finaleinzug war ein Hochgenuss an Judo zu sehen. Gegen den Italiener Kenny Komi Bedel stand der Kampf für beide Parteien öfters auf Messers Schneide. Kein Kämpfer konnte in der regulären Kampfzeit seinem Gegner die entscheidende Wertung abringen. Erst im Golden Score gelang letztendlich dem Italiener eine Waza-ari Wertung. Im Kampf um Bronze lag Tom gegen den Kasachen Zanggar Marat bis zehn Sekunden vor Schluss mit Waza-ari in Führung. Mit zwei Shido vorbelastet stand der Stotternheimer aber mit dem Rücken zur Wand. Der Kasache zog natürlich alle Register und konnte an der Grenze zum Rausschieben ein Raustreten aus der Wettkampffläche provozieren. Mit dem dritte Shido kam somit das Hansoku-make (Disqualifikation) gegen den Stotternheimer. Am Ende sehr ärgerlich für Tom, der einen riesen Wettkampf zeigte und erneut beweisen konnte, dass er auf internationalen Niveau angekommen ist und jeden schlagen kann.

 

Nominierung für U18 Europameisterschaft 

 

So setzt auch Bruno Tsafack auf den Sportler vom LLS Jena. Er nominierte kürzlich Tom für die European Championships der U18, die vom 30. Juni bis 2. Juli in Kaunas (Litauen) stattfinden werden. Ebenfalls für internationale Einsätze nominiert wurden die beiden Thüringer U21 Kämpfer Vincent Giller (SV 1883 Schwarza) und Fabian Meyer (FSV 1950 Gotha). Sie dürfen Mitte Mai ebenfalls nach Kaunas und starten für den Deutschen Judobund beim European Cup U21.

14 Medaillen für Thüringer Sportler bei DEM Ü30

Der JC Wiesbaden war in diesem Jahr Ausrichter der Deutschen Einzelmeisterschaften der Frauen und Männer Ü30. Mehr als 400 Teilnehmer gingen in den einzelnen Alters- und Gewichtsklassen an den Start. Thüringen war in Wiesbaden mit 28 Athleten vertreten. Ines Fiedel, Tobias Danz und Matthias Born konnten in ihren Alters- und Gewichtsklassen den Deutschen Meistertitel gewinnen. Dem Saalfelder Matthias Born gelang mit seinem Sieg in der Klasse M4 bis 100 kg der mittlerweile vierte Titelgewinn bei einer Ü30 DEM. Deutsche Vizemeister wurden Michael Uellner, Lars Weber und Jürgen Müller. Mit acht Bronzemedaillen konnten sich die Judoka aus dem Freistaat am Ende auf Platz 10 der Medaillenstatistik einreihen. Herzlichen Glückwunsch allen Medaillengewinnern.

 

1.Platz 

Ines Fiedel, F4 -52 kg (JFV Erfurt "Die Mattenteufel“)

Tobias Danz, M2 -73 kg (SV Schmalkalden 04)

Matthias Born, M4 -100 kg (JSC Saalfeld)

 

2.Platz 

Michael Uellner, M1 +100 kg (SV Schmalkalden 04)

Lars Weber, M3 +100 kg (SV Harpersdorf)

Jürgen Müller, M8 +100 kg (SV Harpersdorf)

 

3.Platz 

Nadine Rößler, F2 -57 kg (KSV Budokan Heiligenstadt)

Frank Uhr, M5 -66 kg (SV Harpersdorf)

Torsten Heilmann, M5 -73 kg (SV Harpersdorf)

Günter Wiggelinghoff, M6 -81 kg (USV Jena)

Georg Grofer, +M6 100 kg (FSV 1950 Gotha)

Volkmar Schaller, M7 -100 kg (SV Harpersdorf)

Winfried Rex, M8 +100 kg (SV Harpersdorf)

Hartmut Söffing, M8 +100 kg (SV Harpersdorf)

 

5.Platz 

Romy Fölsche, F1 -63 kg (JSC Saalfeld)

Marc Eberlein, M1 -90 kg (JSC Saalfeld)

Thomas Schiemann, M4 -90 kg (JFV Erfurt "Die Mattenteufel“)

Ronald Tschinke, -M5 100 kg (JC Schweina 1960)

Klaus-Peter Loch, M6 -90 kg (SV Schmalkalden 04)

Udo Pohler, M7 -90 kg (SV Harpersdorf)

Harald Thoss, M8 -81 kg (USV Jena)

Heinrich Grommas, M8 -100 kg (SV Harpersdorf)

 

7.Platz 

Norbert Börmel, M3 -66 kg (SV Schmalkalden 04)

Christian Papst, M3 -81 kg (Yawara Meiningen)

Jörg Loewenkamp, M5 +100 kg (SV Harpersdorf)

Verbandsjugendtag des Thüringer Judo-Verbandes

Foto (Tejkl): Die Verbandsjugendleitung wurde neu gewählt. Thomas Sens stellte sich nach 16 Jahren im Amt nicht noch einmal zur Wiederwahl. Der neue Jugendwart männlich ist Benjamin Klöpfel. Auf dem Foto sind Janina Gürth, Thomas Sens, Johanna Riede, Benjamin Klöpfel.

Gemäß der Jugendordnung des Thüringer Judo-Verbandes (TJV) fand am  8. April  der Verbandsjugendtag des TJV in Erfurt statt. 16 Delegierte aus insgesamt 14 Vereinen des Landesverbandes waren in das „Haus des Sports“  in der Werner-Seelenbinderstraße gekommen, um über die Wahl des Verbandsjugendausschusses und eingereichte Anträge abzustimmen. Der scheidende Jugendwart des TJV Thomas Sens fasste im Bericht des Verbandsjugendausschusses  dessen Arbeit der vergangenen zwei Jahre zusammen. Dabei betonte er die den guten Organisationsstand. Insbesondere bei der Ausrichtung von Meisterschaften des TJV und bei der Organisation des Internationalen Thüringenpokals (ITP) konnte sich die Verbandsjugend unterstützend einbringen. Thomas Sens bedankte sich auch noch einmal ausdrücklich bei allen Vereinen, die Landes- oder Gruppenmeisterschaften ausrichten und bei den Helfern und Organisatoren des ITP, für ihr Engagement. Weiterhin kam die Jugendleitung auf die gute Resonanz des „Wettbewerbs der Jugend“ bei den Thüringer Vereinen zu sprechen. In der Rankingliste des Wettbewerbs könne man gut nachvollziehen, welche Vereine in den letzten Jahren eine gute Arbeit geleistet haben, resümieren die beiden Jugendwarte Thomas Sens und Johanna Riede. Im Vorfeld hatte Ivo Schöne (PSV Schmölln) einen Antrag auf Angleichung der Jugendsportordnung des TJV an die des DJB gestellt. Nach kurzer Diskussion und Darstellung der Position der Verbandsjugend wurde dieser Antrag zurückgezogen. Zudem lag ein Antrag des SV 1883 Schwarza vor. In diesem ging es um die Angleichung der Thüringer Regeln an das DJB Regelwerk bezüglich der Anwendung Tani-otoshi. Auch hier konnte die Verbandsjugend überzeugend ihre Sichtweise darlegen, zudem war die überwiegende Zahl der anwesenden Delegierten gegen einen Verbot von Tani-otoshi in Thüringen, sodass in der Abstimmung der Antrag mit 2 zu 16 Stimmen abgelehnt wurde. Weiterhin hatte die Kampfrichterkommisson einen Dringlichkeitsantrag gestellt. Dieser Antrag wurde von allen Vereinsvertretern einstimmig angenommen. In der vorausgegangenen Diskussion wurde deutlich, dass die DJB Sonderregelung  bezüglich der Anzahl der Strafen, deren Einbeziehung in die Entscheidung innerhalb der regulären Kampfzeit und die Anwendung von Hantei kein glücklicher Wurf ist. Demnach wird im Bereich der U11 bis U15 in Thüringen nach den gültigen IJF Regeln inklusive der Shido- und Golden Score Regelung gekämpft. Die DJB Sonderregelung bezüglich des Griff, Technikansätzen auf Knien etc. haben auch in Thüringen Bestand. In der anschließenden Wahl der Verbandsjugendleitung wurde als neuer Jugendwart männlich Benjamin Klöpfel vom PSV Erfurt einstimmig gewählt. Johanna Riede (PSV Erfurt) wurde in ihrem Amt als Jugendwart weiblich ebenfalls einstimmig bestätigt. Beisitzer bleiben nach einstimmiger Wahl Janina Gürth (SV Schmalkalden 04) und Marco Meiling (SC Medizin Erfurt). Ein großer Dank gilt dem alten Jugendwart männlich Thomas Sens, der dieses Amt 16 Jahre innehatte und eine ausgezeichnete Arbeit leistete. Er wird sich in Zukunft als Vizepräsident des Thüringer Judo-Verbandes anderen Aufgaben widmen. (TT)

Bundessichtungsturniere in Duisburg und Bottrop - Elias Kroll gewinnt Gold

Foto (privat): Elias Kroll vom Erfurter Judo-Club kann die Konkurrenz in der Klasse bis 73 Kilogramm hinter sich lassen. Er gewinnt die Goldmedaille beim U16 Bundessichtungsturnier in Duisburg.
Foto (privat): Bente Fünfgelder (SV 1883 Schwarza) kann sich nach der Viertelfinalniederlage gegen die spätere Siegerin aus Bayern in der Trostrunde durchsetzen. Sie wird am Ende verdiente Dritte.

Am vergangenen Samstag fanden die Bundessichtungsturniere der männlichen U16 in Duisburg und der weiblichen U16 in Bottrop statt. Der Thüringer Judoverband war mit insgesamt 9 Sportlern am Start. In Duisburg kämpften Nick Gerstenberger (-43kg/JC Jena), Gustav Brosig (-43kg/JC Jena), Florin Miller (-46kg /Mattenteufel Erfurt), Moritz Pechmann (-55kg/JC Jena) und Lars Nagler (-73kg/EJC). Marie Jochum (-48kg/JC Jena, Bente Fünfgelder (-52kg/SV Schwarza) und Theresa Fiedel  (-63kg/Mattenteufel Erfurt) liefen hingegen in Bottrop auf. Als Betreuer fungierten Sven Hesse und Andy Poltrock.

 

Bundessichtungsturnier der männlichen U16 in Duisburg 

 

Elias Kroll konnte in Duisburg hoch verdient die Goldmedaille in der Gewichtsklasse bis 73kg erkämpfen. Die ersten beiden Partien gegen Kämpfer aus Bayern und Mecklenburg-Vorpommern gewann er dabei vorzeitig mit Würgetechnik. Im Viertelfinale konnte er seinen slowenischen Gegner mit einer Waza-ari Wertung für Ko-uchi-gari bezwingen. Das Halbfinale gegen einen bayrischen Athleten gewann Elias auf Grund einer verbotenen Handlung seines Gegners am Boden (Überstreckung Wirbelsäule). Im Finale stand er Tim Möller vom UJKC Potsdam gegenüber. Beide Kontrahenten lieferten sich eine offene Auseinandersetzung, welche erst im Golden Score durch eine schöne O-goshi Angriffsaktion von Elias mit anschließenden Festhalten entschieden wurde. Gustav Brosig belegte im 43 kg-Limit nach fünf Kämpfen Rang 9. Alle weiteren Thüringer Starter schieden bereits in der Vorrunde aus.

 

Bundessichtungsturnier der weiblichen U16 in Bottrop

 

Bente Fünfgelder konnte in Bottrop im 52 kg-Limit eine Bronzemedaille erkämpfen. Den ersten Kampf gegen eine Brandenburger Kämpferin gewann sie am Boden mit Sankaku, den zweiten Kampf gegen eine tschechische Sportlerin entschied sie mit Waza-ari für Uchi-mata-gaeshi für sich. Im Viertelfinale unterlag sie dann leider vorzeitig gegen die spätere Siegerin aus Bayern

mit einem O-Soto-Gari. In der Trostrunde kämpfte Bente sich mit zwei Siegen bis ins kleine Finale. Dort setzte sie sich gegen eine Sportlerin aus NRW mit Waza-ari für Tsuri-komi-goshi durch und sicherte sich somit die Bronzemedaille.

Theresa Fiedel startete bis 63 Kilogramm optimal mit zwei Siegen gegen Kämpferinnen aus Berlin und Tschechien. Im Viertelfinale unterlag sie gegen eine Slowenin unglücklich mit Hansoku-make für Diving. In der Trostrunde musste sie sich einer Kämpferin aus Schleswig-Holstein mit Hansoku-make nach drei Bestrafungen geschlagen geben. Sie belegte am Ende den neunten Rang. Die Jenaerin Marie Jochum (-48 kg) schied bereits in der Vorrunde aus.

 

Das Thüringer Team nimmt am Sonntag und Montag am Internationalen Trainingscamp in Duisburg teil. (SH/TT)

Foto (Thomas Schauseil): Zur Eröffnung noch in Reih und Glied. 200 Judoka aus 26 Vereinen Thüringens sorgten für Gewusel auf der Tatami.
Foto (Thomas Schauseil):Kevin Maurer (SV Schwarza) wird von Luca Schorneck (PSV Eisenach) mit Tani-otoshi geworfen. Der Wurf steht zum Verbandsjugendtag des TJV am 8. April zur Diskussion. Eine Angleichung an die DJB Regelung wäre zumindest für den Fotografen schlecht.
Foto (Thomas Schauseil): Alexander Linse (SV Schwarza) zeigt hier wie wie man die Wurf-Favoriten der U11 kombinieren kann. Mit seiner Mixform aus Hüftwurf und O-soto-otoshi war er auf jeden Fall erfolgreich.

Thüringer Landeseinzelmeisterschaften der Altersklasse U11 in Jena

200 Judoka kamen am vergangenen Sonntag im Sportforum Jena zusammen, um die neuen Landesmeister in der Altersklasse U11 zu küren. 26 Vereine aus ganz Thüringen hatten ihre besten Nachwuchsjudoka zu den Titelkämpfen gemeldet. Am Ende hatte der SV 1883 Schwarza mit dreimal Gold und viermal Silber in der Medaillenstatistik die Nase vorn, gefolgt vom SV Schmalkalden 04 (2/2/0) und JSC Stotternheim (2/1/7). Eine Gesamtübersicht und alle Ergebnisse kann man auf der Webseite des JC Jena finden.

Auf vier Tatamis gelangen dem Nachwuchs insgesamt 217 Ippons. Bei den Wurftechniken bevorzugten die jungen Kämpfer vor allem  Hüfttechniken wie Uki-goshi und O-goshi. Absoluter Spitzenreiter dürfte aber erneut der O-soto-otoshi gewesen sein, der als einer der ersten Würfe gelehrt wird. An Fußwürfe und Schulterwürfe wagten sich indes nur die wenigsten Kinder. 

Zum ersten mal bei einer U11 Landesmeisterschaft stand nur noch ein Kampfrichter auf der Matte. Zwei weitere Kampfrichter an jeder Matte können mit Hilfe der Videotechnik (Care-System) zweifelhafte Situationen klären und dem Mattenleiter über Funk entsprechende Informationen liefern. Nach der Osterferienpause stehen mit dem Landesausscheid des Deutschen Jugendpokals U16 und den Thüringer Landes-Vereins-Mannschaftsmeisterschaften U13 zwei Teamwettbewerbe an. Beide Meisterschaften werden Ende April in Nordhausen ausgetragen. (TT)

Tom Blechschmidt und Vincent Giller beste Deutsche in ihren Klassen

Foto (privat):Tom Blechschmidt (bis 73 kg) gewinnt Bronze in Bremen

Internationales Bremen Masters 2017

 

Über 1000 männliche Judoka aus aller Welt waren am vergangenen Wochenende beim International Masters in Bremen am Start. Das Pendant der Männer zum Internationalen Thüringepokal der weibliche U18 und U21, findet allerdings an zwei Wettkampftagen statt. Am Samstag kämpfte die U18, am Sonntag waren die U21 Jahrgänge auf der Tatami. Im Anschluss an die beiden Wettkampftage können die Athleten noch bis einschließlich Mittwoch an einem Internationalen Trainingscamp (ITC) teilnehmen. Der Thüringer Judo-Verband war mit insgesamt 8 Judoka vertreten. In der U18 kämpften Tom Blechschmidt , Jörn Steinke (beide JSC Stotternheim), Levin Gerlach (JC Jena), Maximilian Standke (Kodokan Erfurt) und Elias Kroll (Erfurter Judoclub), in der U21 Vincent Giller (SV 1883 Schwarza), Lucas Gerlach (JC Jena) und Oliver Schulz (PSV Eisenach). 

In der Klasse bis 73 Kilogramm konnte Tom Blechschmidt nach einem verlorenen und sechs gewonnenen Kämpfen einen hervorragenden dritten Platz belegen. Der Stotternheimer war immerhin der beste Deutsche Judoka in dieser Klasse. Ebenfalls bis 73 Kilogramm kämpfte Elias Kroll, schied aber nach einem verlorenen Kampf aus. Als jüngster U18 Jahrgang ging es für ihn vorrangig um das Sammeln von Erfahrungen. Der Dritte 73-Kilo Mann war Jörn Steinke. Er gewann seinen ersten Kampf mit Ippon, im Zweiten fand er allerdings gar nicht in den Kampf und musste sich mit Ippon geschlagen geben. Levin Gerlach verlor seinen Auftaktkampf in der 43 Kilogramm Klasse. Seine erste Trostrundenpartie gewann er anschließend, schied aber dann im folgenden Kampf aus. Obwohl technisch gut gekämpft, konnte Levin sich in den entscheidenden Phasen allerdings noch nicht durchsetzen. Maximilian Standke trat in Bremen eine Klasse höher als bisher an. In der neuen Gewichtsklasse war er mit dem Gegner jedoch überfordert und schied leider nach nur einen Kampf aus. 

Am Sonntag, den zweiten Wettkampftag in Bremen, gewann U21 Judoka Oliver Schulz seine ersten beiden Kämpfe in der 73-er Klasse kontrolliert und dominant jeweils mit Ippon. Aufgrund einer fahrigen  Aktion verliert er aber sein drittes Duell und schied anschließend aus. Lucas Gerlach kann seine ersten zwei Kämpfe mit druckvollen, variablen Judo gewinnen. Im dritten Kampf gegen einen Kämpfer aus Brasilien war Lucas dann zu passiv im Kampfverhalten, folglich ging der Sieg an den Südamerikaner. Bis 60 Kilogramm kämpfte Vincent Giller. Er gewinnt seinen ersten drei Kämpfe, muss sich aber dann gegen den Kasachen Nursultan Serali geschlagen geben. In der Trostrunde schlägt Vincent Zigg Brink (NED), verliert in Runde zwei aber gegen Pierre Dumontier vom französischen Nationalteam. Als jüngster Jahrgang konnte der Schwarzaer in einem starken Teilnehmerfeld mit vielseitigem und temporeichen Judo überzeugen. In den beiden verlorenen Kämpfen fehlte noch etwas die Physis. Vincent wurde allerdings bester Deutscher in dieser starken Gewichtsklasse. Landestrainer Mike Göpfert war am Ende insgesamt zufrieden mit der Leistung seiner Athleten in Bremen.

Silber für Thüringerin Lea Stein

Foto (Thomas Schauseil): Schwergewichtlerin Lea Stein vom JSC Stotternheim kann sich bis ins Finale des Internationalen Thüringenpokal kämpfen. Dies gelang zuletzt 2010 Sarah Vogel in der Klasse bis 44 kg.
Foto (Thomas Schauseil): Aus einer Festhalte gab es im Finalkampf gegen Luiza Cruz (BRA) kein Entkommen für Lea. Die Silbermedaille ist nach Bronze bei der DEM U18 ein weiterer großer Erfolg für die Sportschülerin.
Foto (Thomas Schauseil): Mit dem Viertelfinalsieg gegen Laislaine Rocha (BRA) bereitet sich Lea den Weg ins Halbfinale.
Foto (Thomas Schauseil): Frederike Fiedel (JFV Mattenteufel Erfurt), Cassandra Arning (USV Gera), Bente Fünfgelder (SV 1883 Schwarza), Lea Stein (JSC Jigoro Kano Stotternheim), Alina Völke (JC Jena) vertraten den Thüringer Judoverband beim 26. Internationalen Thüringenpokal in Bad Blankenburg.

Nach sieben langen Jahren hat es wieder eine Thüringer Sportlerin ins Finale des Internationalen Thüringenpokals im Judo geschafft. Lea Stein vom JSC Stotternheim konnte nach Auftaktsiegen gegen Jilke Ripping (NED) und Laislaine Rocha (BRA) die Deutsche Laura Augustin im Halbfinale bezwingen. Im Finalkampf der Klasse über 78 Kilogramm unterlag sie zwar der Brasilianerin Luiza Cruz mit Festhalte. Die Silbermedaille ist allerdings, nach Bronze bei den Nationalen Titelkämpfen, ein weiterer großartiger Erfolg für die noch junge Sportlerin. 

Für den Thüringer Judo-Verband waren neben Lea Stein vier weitere Sportlerinnen angetreten. 

Für die U18 Kämpferinnen Bente Fünfgelder (SV 1883 Schwarza), Alina Völke (JC Jena) und Cassandra Arning (1. USV Gera) kam aber, nach jeweils verlorenen Auftaktpartien, spätestens im ersten Trostrundenkampf das Aus. 

In der U21 konnte Frederike Fiedel (JFV Mattenteufel Erfurt) nach der Vorrundenniederlage gegen Kamilla Silva (BRA) ihren ersten Trostrundenkampf gegen Suzey Nieuwesteeg (NED) gewinnen. In einem spannenden und ausgeglichenen Kampf gegen die Französin Lydia Boudouaia musste sich die Erfurterin allerdings in der Verlängerung geschlagen geben. Alle fünf Thüringerinnen trainieren am Landesleistungsstützpunkt in Jena.

Die 26. Auflage des Thüringenpokals lockte wieder ein großes internationales Teilnehmerfeld nach Bad Blankenburg. In der GutsMuhts-Halle der Landessportschule trafen sich insgesamt 450 weibliche Judoka der U18 und U21 Jahrgänge aus 15 Nationen. 

Neben vielen Kämpferinnen aus Deutschland und Europa waren auch Judoka aus Kasachstan, Kanada, Brasilien und Japan - dem Mutterland des Judo - am Start. 

Unter den Augen der Bundestrainer Lorenz Trautmann (U21) und Claudiu Pusa (Frauen) sowie U18 Bundestrainerin Lena Göldi zeigten sich die deutschen Judofrauen in guter Form. 

So konnte Marlene Galandi (UJKC Potsdam) in der U18 ihren Vorjahressieg in der Klasse bis 70 Kilogramm wiederholen. In der Nationenwertung belegte Deutschland den ersten Platz vor Brasilien und Japan. Im Anschluss an den Thüringenpokal findet in der Landessportschule ein internationales Trainingscamp mit 350 Teilnehmerinnen und 70 Trainern statt.  Am Montag wird zudem der traditionelle Länderkampf als Teamwettbewerb ausgetragen. Hier treten in der U18 Deutschland, Brasilien und die Niederlanden gegeneinander an. In der U21 wird es einen Länderkampf zwischen Deutschland, Brasilien und Japan geben. (TT)

Medaillen bei Bundessichtungsturnieren in Berlin

Foto (Tejkl): In der 48-er Klasse kämpften gleich vier Thüringer Sportlerinnen. Amelie Giller belegte am Ende den fünften Platz.

Beim 24. Mondeo-Cup in Berlin konnte Hannes Trier vom JC Kogotan Bad Salzungen den ersten Platz in der Klasse über 66 Kilogramm gewinnen. Gustav Brosig (JC Jena) erkämpfte in der 43 Kilogramm-Klasse mit der Bronze eine weitere Medaille für Thüringen. Knapp verpasst hat Kevin Bakseev (FSV 1950 Gotha) seine Medaille in der Klasse bis 46 Kilogramm. Nach einer Vorrundenniederlage musste er über die Trostrunde gehen. Dort konnte er drei Kämpfe gewinnen, davon einen mit einem schönen Uchi-mata. Gegen Kilian Atzpadin (Berlin) verlor er nach einer umstrittenen Kampfrichterentscheidung mit Shido. Trotzdem hinterließ der Gothaer mit seinen Kämpfen einen guten Eindruck bei Stützpunktrainer Sven Hesse. Vereinskamerad Nils Voss und Lennart Leuschke (JC Jena) scheiterten nach guten Kämpfen schon in der Vorrunde.

Bis 55 Kilogramm belegte Lars Nagler (PSV Meiningen) den undankbaren fünften Platz. Moritz Pechmann (JC Jena) schied in der gleichen Gewichtsklasse vorzeitig aus.

Beim 12. Knorr-Cup konnten am darauffolgenden Tag die Mädchen an den Start gehen.

Mit Lea Marie Ackermann war der JC Kogatan Bad Salzungen zum zweiten Mal erfolgreich am Sichtungswochenende. Sie belegte in der Klasse über 63 Kilogramm den zweiten Platz. Carolin Junger (JC Jena) blieb in der Klasse bis 40 Kilogramm ohne Medaille. Mit Aikaterina Ntemirtsian und Eileen Bastek (beide FSV 1950 Gotha), Amelie Giller (SV Schwarza) und Marie Jochum (JC Jena) beharkten sich gleich vier Thüringer Mädchen in der 48-er Klasse. Amelie Giller konnte sich am Ende mit Platz fünf am besten platzieren. (TT)

Foto (DJB): Robert Wrede vom PSV Erfurt, ist Träger des 2. Dan. Er bestand die Prüfung zum Bundes-A-Kampfrichter im Rahmen der DEM U21 und darf nun auch nationale Meisterschaften und 1. Bundesligakämpfe leiten.
Foto (DJB): Alle 12 Kandidaten haben die Bundes-A-Kampfrichterprüfung bestanden. vlnr. Byong Chol Song, Angelika Wilhelm, Viktoria Müller, NS, Kirstin Münsterberg, HH, Stephan Bode, Martin Jung, BY, Stefanie Müller, RL, Andreas Kramer, MV, Sara Eckert, NW, Axel Heizmann, BY, Robert Wrede, TH, Eric Rinkes, BB, Alexander Berger, BY, Robert Winkler, BE, Michael Walch, SA, Frank Doetsch, Hans-Werner Krämer

Robert Wrede ist Bundes-A-Kampfrichter

Insgesamt 12 Kandidaten stellten sich am vergangenen Wochenende der Bundeskampfrichterkommission zur diesjährige Bundes-A-Kampfrichterprüfung, die im Rahmen der Deutschen Meisterschaften U21 in Frankfurt (Oder) statt fand. Einer von ihnen war der Thüringer Robert Wrede vom PSV Erfurt.

Robert hatte am Freitag zunächst die Theorie zu absolvieren. Am Samstag und Sonntag ging es dann auf die Matte, um die Kämpfe der DEM U21 zu leiten. Bereits am Samstag zeichnete sich ab, dass Robert die Prüfung recht gut absolvieren würde. Sodass er am zweiten Wettkampftag auch bei den Kämpfen um die Bronzemedaillen eingesetzt wurde.

Am Sonntag wurde dann nach den Vorrundenkämpfen die Ergebnisse verkündet und Robert bekam von allen 5 Prüfern eine sehr gute Leistung bescheinigt. Damit bestätigte Robert seine seit langem engagierte und zuverlässige Arbeit im Kampfrichterbereich und kann sich nun über die höchste nationale Kampfrichterlizenz und damit auch auf Einsätze bei Deutschen Meisterschaften und in der 1. Bundesliga freuen.

Herzlichen Glückwunsch!

 

Angelika Wilhelm

 

Bundeskampfrichterkommission und Landesreferent Thüringen

 

 

DEM U21 - Medaille im letzten Kampf - Bronze für Fabian Meyer im Schwergewicht

Foto (Thomas Schauseil): In einem Kraftakt holt der Gothaer Fabian Meyer die Bronzemedaille im Schwergewicht nach Thüringen.

Frankfurt (Oder), 11./12.März 2017 - Bis auf den letzten Kampf eines TJV Sportlers mussten die Thüringer bei den Deutschen Einzelmeisterschaften der U21 in Frankfurt (Oder) warten, dann gab es sie doch noch, die erste Medaille für den Thüringer Judo-Verband. Fabian Meyer vom FSV 1950 Gotha brachte das erhoffte und letztendlich lang ersehnte Edelmetall ein. 

Er gewann im Kampf um die Bronzemedaille gegen Sebastian Wendt (Niedersachsen) im Golden Score. Großen Anteil dabei hatte Landestrainer Mike Göpfert, der den Gothaer Schwergewichtler immer wieder lautstark vom Mattenrand antrieb, denn der Kampf ging kräftemäßig auf die Substanz und stand mehrmals auf Messers Schneide. Letztendlich behielt Fabian aber die Nerven und die Übersicht. Nach einer Wurfaktion bekam er den Niedersachsen in eine Festhalte, aus der es kein Entkommen gab. Ein versöhnliches Ende, einer bis dato schon fast frustrierenden DEM.

Luis-Miguel Kroll (Erfurter Judoclub) hatte zuvor im Kampf um Bronze in der Klasse bis 100 Kilogramm gegen Vladislav Gavrilov (Berlin) verloren. Auch hier war der Kampf lange Zeit ausgeglichen, bevor Gavrilov den entscheidenden Ippon werfen konnte. Schade für Kroll, denn die Belohnung für eine sehr gute Leistung blieb aus. Auch Vincent Giller (SV 1883 Schwarza) musste nach zwei Siegen und einer Niederlage in den Vorkämpfen über die Trostrunde gehen. Pascal Meyer (Brandenburg) erwischte den Schwarzaer im ersten Trostrundenkampf aber im vollen Lauf und beendete somit die Medaillenträume des 60 Kilo-Mannes mit einem sehenswerten Ippon.

Ariane Knoll (PSV Weimar) sorgte mit dem 7. Platz in der Schwergewichtsklasse der Frauen für ein kleines Trostpflaster. Medaillenhoffnung Maxime Brausewetter (Erfurter Judoclub) musste die nationale Meisterschaft aus gesundheitlichen Gründen gleich ganz absagen. 

Am ersten Tag der DEM lief es aus Thüringer Sicht schon nicht sehr rosig. Maik Engelbrecht (Erfurter Judoclub) gewann zwar in der Trostrunde bis 73 Kilogramm einen Kampf, schied aber leider anschließend gegen Sebastian Freytag (Bayern) aus. Am Ende stand der 9. Platz für Maik als beste Thüringer Platzierung des ersten Wettkampftages. Ebenfalls über die Trostrunde musste Lucas Gerlach (JC Jena). Nach vier Minuten Kampfzeit unterlag er Vadim Shenk (Bayern) mit Waza-ari und war somit ebenfalls aus dem Rennen um die Medaillen. Alle anderen Thüringer Sportler waren schon in der Vorrunde ausgeschieden. (TT)

Trauer um Jupp König

Der Thüringer Judo-Verband, die Kreisunion West und die Sportler des Polizeisportverein Eisenach e.V. trauern um ihren Sportfreund Josef (Jupp) König, dessen Leben dem Judosport gewidmet war.

Der Ehrenpräsident des PSV Eisenach und Ehrenmitglied des Thüringer Judo Verbandes, Mitglied der Dan-Prüfungskommission und ehemaliger Landeskampfrichter, verstarb am Abend des 07.03.2017 nach langer Krankheit kurz vor seinen 85. Geburtstag im Kreise seiner Familie.

Seit 1955 stand Jupp König in Eisenach auf der Judomatte und brachte als Trainer kleinen und großen Judokas das Einmaleins des Judosports bei. Er genoß im Verein und unter seinen Judofreunden eine ungeheuer große Wertschätzung. Seine Erfahrungen und seine Meinung waren stets gefragt. Seine Fähigkeiten im Umgang mit jungen Sportlerinnen und Sportlern, seine Geduld und seine Kompetenz zeichneten Jupp König aus. 

Sein Wissen und sein Können brachte Jupp in verschiedensten Funktionen im Thüringer Judo Verband ein. Als Landeskampfrichter und Mitglied der Dan-Prüfungskommission war er viele Jahre auch über Thüringens Grenzen hinaus bekannt. Zum Dank wurde er Ehrenmitglied des Thüringer Judo Verbandes und mit dem 6. Dan geehrt.

Die Sportler des PSV Eisenach sind sich der großen Lücke bewusst, die Jupp in Ihren Verein hinterlassen hat. Sein Verein, der Vorstand des Thüringer Judo-Verbandes und seine Judofreunde in ganz Thüringen werden Jupp König vermissen und in ewiger, dankbarer Erinnerung behalten.

Nachruf

Der TJV verabschiedet  sich von Horst Schneider, einem Judopionier in Thüringen und der ehemaligen DDR.

Horst Schneider begann als Jugendlicher mit dem Judosport und bestritt erfolgreich seine ersten Wettkämpfe. Er nahm später als Student unter anderem an den Studenten-Europameisterschaften 1958 in Frankreich teil. Für Horst Schneider war es nur ein folgerichtiger Schritt, dass er nach seiner Lehre als Tischler die Möglichkeit des Sportlehrerstudiums an der DHFK Leipzig nutzte und dieses 1962 als einer der ersten Absolventen abschloss. Als als Diplomsportlehrer mit dem Spezialfach Judo arbeitete er als Trainer im Leistungssport beim damaligem SC Berlin.

Allerdings musste Horst Schneider seine Tätigkeit aufgrund seiner Verwandten in den alten Bundesländern beenden. Er ging in seinen Heimatort Pößneck  zurück und baute dort die Judosektion Pößneck auf.

Gleichzeitig wirkte er als Vorsitzender der Graduierungskommission des damaligen BFA Judo ununterbrochen bis 1990 und im Bezirksfachausschuß Judo Gera ehrenamtlich mit.

In seiner Tätigkeit als Fachberater Sport hatte er einen entscheidenden Anteil an der Entwicklung der Sportart Judo im Schulsport. Bis 1996 leitete er die Sportlehrer für diese Kampfsportausbildung im Sportunterricht an und bildete sie regelmäßig weiter. In seiner Eigenschaft als Vorsitzender der Dan-Prüfungskommission nahm Horst Schneider sehr persönlich viel Zeit und Aufwand in die Weiterbildung des Prüfungssystem, in der Anleitung und fachlichen Weiterentwicklung der Abnahmeberechtigten. So wurde auf seine Idee hin ein System der Dan-Konsultationen, spezielle Weiterbildungsveranstaltungen usw. initiiert. Von 1990 - 2013 war Horst Schneider  stellv. Prüfungsreferent im Landesverband Thüringen und war unter anderem für die theoretische Vor- und Nachbereitung der Dan-Prüfungen (Bewertungslisten) verantwortlich.

Horst Schneider legte 1958 als einer der ersten Judoka in der ehemaligen DDR die Prüfung zum 1. Dan ab.

Für die Gesamtheit dieser Leistungen wurde Horst Schneider 2012  der 6. Dan verliehen. Der TJV wird das Andenken an Horst Schneider in Ehren halten.

Foto (privat): Die vier Medaillengewinner der DEM U18 trainieren alle am Landesleistungsstützpunkt Jena. vlnr. Lea Stein (JSC Stotternheim), Levin Gerlach (JC jena), Max Standke (Kodokan Erfurt), Tom Blechschmidt (JSC Stotternheim)
Foto (privat): Lea Stein (JSC Stotternheim) zeigt ihren besten Kampf im kleinen Finale. Sie holt mit der Bronzemedaille das einzige Edelmetall für Thüringen bei den U18 Frauen.
Foto (privat): Levin Gerlach (JC Jena) zeigt sich mit guter Strategie und mit einer ausgezeichneten kämpferischen Leistung bei der DEM U18. Am Ende wird er dafür mit einem 3. Platz belohnt.
Foto (privat): Nach Startschwierigkeiten findet Max Standke (KODOKAN Erfurt) seinen Weg durch die Trostrunde, die er souverän mit dem 3. Platz beendet.
Foto (privat): Technisch brillant im Stand und Boden passiert Tom Blechschmidt die Vorrunde bis zum Finalkampf. Dort verpasst der Stotternheimer leider die Goldmedaille in der Endphase des Finales. Der Deutsche Vizemeistertitel geht nach Stotternheim, die zur DEM U18 die meisten Thüringer Athleten stellten.

Deutsche Einzelmeisterschaften U18 in Herne - 4 Medaillen für Thüringen

Herne, 4./5.3.2017  - Mit vier Medaillen im Gepäck reisen die Athleten des Thüringer Judo-Verbandes von den Deutschen Einzelmeisterschaften der U18 in Herne zurück. Schwergewichtlerin Lea Stein (JSC Stotternheim) konnte am Sonntag mit der Bronzemedaille eine vierte Medaille für den Thüringer Landesverband beisteuern.Nach einer verletzungsbedingt nicht optimalen Vorbereitung auf die DEM und anfänglichen Startschwierigkeiten kämpfte sie sich, wie auch ihre Schwester Sina, bis ins Halbfinale. Beide Stotternheimer Kämpferinnen mussten sich allerdings dort geschlagen geben. In der Begegnung um die Bronzemedaille zeigte Lea dann ihren bis dato besten Kampf und sichert sich somit eine Platzierung bei der DEM. 

Ihre Schwester Sina verpasste das Podest leider knapp und belegte am Ende eine achtbaren fünften Platz. 

Insgesamt gesehen erwischten die Frauen keinen besonders guten Tag. Ausser einen neunten Platz für Cassandra Arning (-57 kg, 1. USV Gera), bei deren Kämpfen es Licht und Schatten gab und einen neunten Platz für Bente Fünfgelder (-52 kg, SV 1883 Schwarza), die als jüngster Jahrgang Ambitionen zeigte, blieben die Thüringerinnen teilweise hinter ihren Möglichkeiten.

Am ersten Wettkampftag sorgte Tom Blechschmidt mit dem Deutschen Vizemeistertitel in der Klasse bis 73 Kilogramm für die erste Thüringer Medaille. Tom überzeugte dabei mit technischer Brillanz. Er konnte alle Kämpfe sowohl im Stand, als auch im Boden mit Ippon gewinnen. Auch im Finale kämpfte der Stotternheimer eine starke Partie. Gegen Islam Madarov (LV Württemberg) zeigte er sich in einem spannenden Duell im Stand leicht überlegen, allerdings brachte eine Bodenaktion des Württembergers kurz vor Kampfende den entscheidenden Ippon gegen den Thüringer. 

Elias Kroll (Erfurter JC) konnte sich in der gleichen Klasse bis auf Platz 9 vorkämpfen. Auch Jörn Steinke (JSC Stotternheim) konnte in der 73-er Gewichtsklasse gut mithalten kämpfte aber insgesamt zu inkonstant.

Levin Gerlach vom JC Jena schaffte mit einer guten Strategie und kämpferisch bestens aufgelegt den Halbfinaleinzug in der Klasse bis 43 Kilogramm. Dort unterlag er nach einem intensiven Kampf im Golden Score nach 7:05 Minuten dem späteren Deutschen Meister David Ickes (LV Schleswig Holstein). Im Kampf um den dritten Platz musste Levin noch einmal über 6 Minuten powern, um sich im Golden Score letztendlich Bronze zu sichern. 

Tolles Judo zeigte auch Vereinskamerad Nick Gerstenberger, als er mit einer Ura-nage zum Ippon kam. Letztendlich fehlt noch etwas die Stabilität im Kampf, um noch weiter nach vorne zu kommen. Am Ende belegt das Jenaer Leichtgewicht den neunten Platz bis 43 Kilogramm.

Nach anfänglichen Schwierigkeiten fand Max Standke in der Klasse bis 46 Kilogramm in den Wettkampf und konnte sich dann souverän über die Trostrunde bis ins kleine Finale kämpfen. Dort besiegte der Kämpfer vom Kodokan Erfurt Leon Lichtmannegger (LV Pfalz) mit Ippon und sicherte sich somit den dritten Platz.

Mit drei Medaillen bei den U18 Männern wurde das gesetzte Ziel erreicht. Landestrainer Mike Göpfert, der am Mattenrand von Sven Hesse, Andy Poltrock und Tony Stegmann unterstütz wurde, zeigte sich zufrieden mit dem Ergebnis seiner Jungs. Insgesamt gesehen belegt man in der Medaillenstatistik den 11. Platz noch vor Sachsen und Sachsen-Anhalt. (TT)

 

 

Aktive Tage der Nordthüringer Vereine

Foto (privat): Zur Erwärmung für die Bodenarbeit bietet sich eine sogenannte "Kriechgymnastik" an. Neben der Kräftigung der Rumpfmuskulatur werden auch die koordinativen Fähigkeiten verbessert.

Am 17. Februar reisten zahlreiche Judokas in Richtung Heiligenstadt, um der Einladung zur „Offene Matte“ des KSV Budokan Heiligenstadt zu folgen.  

Sven Hesse, Stützpunkttrainer am LLS Jena, leitete das Training und führte über zwei Stunden eine lehrreiche und aktive Trainingseinheit durch. 

Mit seiner Kriechgymnastik brachte er die 42 Judoka aus allen Altersklassen und 4 Nordthüringer Vereinen schnell zum schwitzten. 

Alle teilnehmenden Sportler waren sich im Anschuss einig, dass diese „Offene Matte“ wiederholt werden muss.

 

Mitteldeutsche Meisterschaft der U18 und U21 in Schönebeck - Beide 73 kg Klassen fest in Thüringer Hand

In Schönebeck an der Elbe fanden die diesjährigen Mitteldeutschen Meisterschaften der U18 und U21 Altersklassen und damit die Qualifikationswettkämpfe zu den Deutschen Meisterschaften statt. Erstmals wurde die Meisterschaften, mit allen Vor- und Nachteilen, an nur einem Wettkampftag ausgetragen. 

Widrige Wetterbedingungen, mit reichlich Neuschnee sorgten erstmal für eine holprige Anfahrt an die Elbstadt. Auf die richtige Betriebstemperatur zu kommen war für die Sportler an diesem Tag besonders wichtig, denn die Sporthalle des Berufsbildungszentrums lud die Athleten, Trainer und Gäste nicht gerade mit Wohlfühltemperaturen ein.

Am Ende eines langen Wettkampftages, konnten die Thüringer Judoka dann aber insgesamt 43 Medaillenerfolge vorweisen.  In der U18 Altersklasse haben sich somit 27 Sportler für die Deutschen Meisterschaften in Herne qualifiziert. In der U21 dürfen immerhin 16 Thüringer zu den nationalen Titelkämpfen nach Frankfurt (Oder) fahren. Besonders erfreulich für Landestrainer Mike Göpfert, die prestigeträchtige 73 Kilogrammklasse der Männer blieb in beiden Altersklassen, auf allen Medaillenrängen fest in Thüringer Hand. Grund zum Feiern hatten die Judoka vom JSC „Jigoro Kano“ Stotternheim. Sie brachten gleich neun Sportler durch und können mit einem Großaufgebot zur DEM reisen. (TT) Schönebeck, 11.02.2017

 

Alle Ergebnisse der MDEM U18 und U21

 

Foto (Thomas Schauseil): Mit widrigen Bedingungen hatte auch Fotograf Thomas Schauseil zu kämpfen. Das Licht in der Halle war nicht ideal, aber trotzdem gelang ihm wieder ein Topshot, diesmal mit Lucas Gerlach (im blauen Judogi) vom JC Jena.
Foto (Anne Meiser): Der TJV freut sich über 27 qualifizierte Sportler für die DEM U18 am 4./5. März in Herne.
Foto (Thomas Schauseil): In der U21 können 16 Judoka nach Frankfurt (Oder) reisen, sie haben sich für die DEM am 11./12. März qualifiziert.
Foto (Thomas Schauseil): Anthony O'Brien, vom SV 1883 Schwarza hat seinen Gegner am Boden "festgenagelt". 20 Sekunden und der Kampf ist gewonnen.

Deutsch-Französische Jugendbegegnung

Eine Woche mit vielen Eindrücken liegt hinter der Gruppe von Jugendlichen und den Betreuern des TJV. Gemeinsames Training, kulturelle Ausflüge und immer wieder sprachliche Hürden meistern, das waren die Hauptthemen dieser von der DSJ geförderten Maßnahme. Mit Sicherheit ist unsere Partnerschaft mit dem Stützpunkt Tours wieder ein Stück gewachsen und die deutsch-französische Freundschaft ausgebaut worden. Wir danken unseren Partnern für optimale Bedingungen für eine sehr gute Vorbereitung! 2018 sieht man sich wieder, dann in Jena.

Kampfrichterfortbildung für Landes-, Gruppen- und Bundeskampfrichter in Bad Blankenburg

Foto (privat): Insgesamt nahmen 38 Kampfrichter aus Thüringern, Berlin und sogar aus der Schweiz am Lehrgang teil.

Bad Blankenburg, 04.-05.02.2017 - Am Wochenende fand in Bad Blankenburg der jährliche Fortbildungslehrgang für Thüringer Bundes-, Gruppen- und Landeskampfrichter statt. Insgesamt hatten sich 38 Kampfrichter zum Lehrgang angemeldet.

Neben den Thüringer Kampfrichtern nahmen auch Gäste aus Berlin und der Schweiz am Lehrgang teil.

Unter Leitung der Kampfrichterreferentin und Mitglied der Bundeskampfrichterkommission Angelika Wilhelm und den beiden Kommissionsmitgliedern Daniel Krüger und Annett Krüger wurden die neuesten IJF Regeln in Theorie und Praxis vorgestellt und interpretiert. Regelkunde, Videoarbeit, Gruppenarbeit, Theorietest und ausgiebige Praxiseinheiten stellten den Kern des Lehrgangs. Die zahlreichen, meist jüngeren Kampfrichterkollegen- und Kolleginnen stellten einmal mehr ihr Engagement und ihre Teamfähigkeit unter Beweis.

Bereits während des Lehrgangs gab es auch schon die ersten Änderungen zum neuen Regelwerk, die ganz frisch von der IJF weiter gegeben wurden und seit diesem Wochenende gültig sind. 

Da zukünftig neben dem Thüringenpokal auch bei Landes- und Gruppenmeisterschaften die Care-Systeme in Thüringen zur Unterstützung der Kampfrichter eingesetzt werden, wurden die Kampfrichter auch diesbezüglich geschult. In simulierter Turnierform konnten alle Teilnehmer nicht nur ihre kämpferischen Fähigkeiten unter Beweis stellen, sondern auch den praktischen Umgang mit Headset, als alleiniger Kampfrichter auf der Tatami und der Arbeit als Außenrichter am Care-System testen. Alle Teilnehmer konnten ihre Lizenzen sowohl theoretisch als auch praktisch erfolgreich verlängern. (AW)

Im Interview mit Dennis Ehrmann - Deutscher Vizemeister bis 66 kg

Foto (Thomas Wetzel): Nach längerer Verletzungspause meldet sich der 24-jährige Dennis Ehrmann vom PSV Meiningen, mit dem Deutschen Vizemeistertitel bis 66 kg zurück auf der Wettkampfbühne.

Tobias: Dennis, erst einmal herzlichen Glückwunsch zur gewonnenen Silbermedaille bei der DEM in Duisburg. Viele Thüringer Judoka haben die Kämpfe im Internet verfolgt und freuen sich mit dir über den Erfolg, das konnte ich in einigen Gesprächen zur LEM in Schmalkalden heraushören. Hattest du eigentlich mit einem Podestplatz in der 66-kg Klasse gerechnet?

 

Dennis: Ehrlich gesagt nicht, ich war jetzt lange Zeit verletzt, genauer gesagt seit Ende 2014 und habe erst Mitte des letzten Jahres wieder richtig mit Training anfangen können. Ende September bin ich ins Auslandssemester nach Ljubljana. Hier hab ich leider keine optimalen Bedingungen, sodass der Erfolg bei der DEM für mich dann doch sehr überraschend war.

 

Tobias: Was studierst du eigentlich und wie lange bleibst du noch in Slowenien?

 

Dennis: Ich studiere internationale BWL und bin noch bis Mitte Februar in Slowenien.

 

Tobias: Wo und bei wem trainierst du, wenn du nicht gerade im Ausland studierst?

 

Dennis: Zur Zeit trainiere ich am Olympiastützpunkt in Frankfurt (Oder). Meine Trainer sind Uwe Frenz und Gerhard Lorenz, aber mein Heimatverein ist nach wie vor der PSV Meiningen 90 e.V.!

 

Tobias: Beim PSV haben sich ganz besonders über deinen Erfolg gefreut. Ich weiß von André Förtsch, dass sie dich auch gerne in Meiningen auf der Matte sehen.

 

Dennis: Leider schaffe ich es nur sehr selten zum Heimtraining, da mein Lebensmittelpunkt inzwischen in Frankfurt (Oder) liegt. Die Distanz nach Hause ist einfach zu groß ist, um häufig den Heimweg anzutreten. Selbst wenn ich den Heimaturlaub antrete, schaffe ich es meistens durch Studium und Training nicht rechtzeitig los zu fahren, um Abends beim Training zu sein. Aber immer wenn es eine Möglichkeit gibt versuche ich natürlich da zu sein. 

Es bedeutet mir sehr viel, dass sich mein Heimatverein mit mir über meine Erfolge freut und mich über die letzten Jahre so großartig unterstützt hat. Sie verfolgen immer alles mit und auch wenn ich nur selten da bin, geben sie mir das Gefühl ein Teil von ihnen zu sein. Dafür möchte ich mich an der Stelle einfach mal bedanken! 

 

Tobias: Gehst du eigentlich auch in der Bundesliga für ein Team an den Start?

 

Dennis: Ja, ich kämpfe in der ersten Bundesliga für den JC Leipzig.

 

Tobias: Hast du nach deinem Start bei der Deutschen Meisterschaft für 2017 weitere sportliche Höhepunkte geplant?

 

Dennis:  Zur Zeit bin ich etwas im Prüfungsstress an der Uni und wie gesagt habe ich hier in Ljubljana nicht die optimalen Bedingungen, aber ich denke der nächste Schritt ist wieder an Europa Cups teil zu nehmen, um erst einmal meinen Standort neu zu bestimmen und alles andere wird sich dann zeigen.

 

Tobias: Vielen Dank für das kurze Interview. Wir wünschen dir viel Glück bei den Prüfungen und natürlich maximale Erfolge bei deinen nächsten Wettkämpfen.

 

Dennis: Gern geschehen. Vielen Dank.

 

Das Interview führte Tobias Tejkl - Referent für Öffentlichkeitsarbeit im TJV

Wettbewerb der Jugend im Thüringer Judo-Verband e.V.

Foto (Thomas Schauseil): Die Vertreter des JSC Stotternheim, des Kodokan Erfurt und des FSV 1950 Gotha nehmen die Pokale für den Wettbewerb der Jugend 2016 in Empfang.

Mit Jahresende wurde durch die Jugendwarte des TJV Johanna Riede und Thomas Sens der Wettbewerb der Jugend für das Wettkampfjahr 2016 ausgewertet. Auf der Zielgerade konnte sich der Kodokan Erfurt noch am FSV 1950 Gotha vorbeischieben, der den dritten Platz belegte. Unangefochten am Spitzenplatz bleibt der JSC Stotternheim. 

Im Wettbewerb der Jugend werden mit unterschiedlicher Gewichtung die Wettkampfergebnisse der offiziellen Meisterschaften des TJV und des DJB, internationale Medaillengewinne, Breitensportaktionen des DJB, sowie die Delegierungen an das LLS Jena berücksichtigt. 

 

Im Rahmen der Landeseinzelmeisterschaften der U18 und U21 in Schmalkalden wurde durch die Frauen- und Gleichstellungsreferentin des TJV Janina Gürth und TJV Geschäftsführer Tony Stegmann die Ehrung der besten drei Thüringer Vereine vorgenommen.

Neben dem Wettbewerbs-Charakter, der viele Vereine auch zur Teilnahme an den Breitensportaktionen des DJB animiert, gibt es einen weiteren wichtigen Aspekt.

Durch die umfangreiche statistische Erfassung wird auch die sportliche Entwicklung der einzelnen Thüringer Vereine seit 2009 sichtbar. Inwieweit das die Vereine für ihre strategische Ausrichtung nutzen ist nicht bekannt. Anhand der erfassten Daten lassen sich aber für den Verband die Thüringer Schwerpunktvereine ausmachen, die regelmäßig durch die Trainer des Landesleistungsstützpunktes Jena angefahren werden. (TT)

 

Ergebnis Wettbewerb der Jugend 2016  Platz 1-10

 

1. JSC Stotternheim

2. Kodokan Erfurt

3. FSV 1950 Gotha

4. JFV Erfurt (Mattenteufel)

5. SV 1883 Schwarza

6. JC Jena

7. PSV Erfurt

8. PSV Eisenach

9. KSV Budokan Heiligenstadt

10. BSV Nippon Schleiz / Erfurter Judo Club

 

Auswertung Wettbewerb der Jugend 2016

Aufwärtstrend bei Teilnehmerzahl - Landeseinzelmeisterschaften U18 und U21 in Schmalkalden

Schmalkalden, 8.01.2017 - Mit 139 Meldungen gab es bei der diesjährigen Thüringer Landeseinzelmeisterschaften der Altersklasse U18 und U21 einen leichten Aufwärtstrend bei den Teilnehmerzahlen, auch wenn das Starterfeld in der U21 immer noch sehr überschaubar war.  

Unter den Augen des Landestrainers Mike Göpfert und Stützpunktrainer Sven Hesse kämpften Sportler aus 30 Vereinen Thüringens um die Landesmeistertitel.

Premiere hatten zudem die neuen IJF Regeländerungen, die mit dem Jahreswechsel bei DJB Veranstaltungen eingeführt wurden. Logische Konsequenz, auch die Landesmeisterschaft musste nach neuen Regelwerk gekämpft werden. Nach einen Briefing der Kampfrichter und Betreuer durch die Kampfrichterreferentin des TJV Angelika Wilhelm, machte die Umsetzung der neuen Regeln keine Probleme. Durch die Anpassung des Regelwerkes für den nächsten Olympiazyklus, soll Judo noch attraktiver und für die Zuschauer verständlicher werden. Nach einer kurzen Eingewöhnungsphase wurden die Änderungen dann auch sehr positiv aufgenommen. 

Die jeweils 1.-3. Platzierten der LEM konnten mit ihren Medaillengewinn die erste Hürde zur Teilnahme an den nationalen Titelkämpfen meistern. Nun geht es darum am 11. Februar bei den Mitteldeutschen Meisterschaften in Schönebeck das Ticket zur Deutschen Meisterschaft zu lösen. 

Im Rahmen der Landesmeisterschaften wurden zudem die Nachwuchstalente Maxime Brausewetter (Erfurter Judoclub) und Vincent Giller (SV 1883 Schwarza) für ihre Leistungen des Jahres 2016 ausgezeichnet sowie die besten drei Vereine des Wettbewerbs der Jugend mit einem Pokal geehrt. (TT)

 

Alle Ergebnisse der LEM U18/U21

 

Foto (Thomas Schauseil): Der Geschäftsführer des TJV Tony Stegmann überreichte den Förderpreis des Judo Team Thüringen an die Nachwuchstalente Maxime Brausewetter und Vincent Giller.
Foto (Thomas Schauseil): Das Gefühl für den richtigen Augenblick hatte nicht nur Oliver Schulz vom PSV Eisenach, der hier seinen Gegner aus Heiligenstadt von den Beinen holt. Auch Fotograf Thomas Schauseil erwischte den richtigen Moment und schoss ein tolles Bild.
Foto (Thomas Schauseil): Nach einem Briefing durch die TJV Kampfrichterreferentin Angelika Wilhelm im Vorfeld der Veranstaltung, wurden die neuen IJF Regeln schon bei der LEM angewendet. Sie stiessen sowohl bei Kampfrichtern, Kämpfern und Trainer auf ein positives Echo.
Foto (Thomas Schauseil): Hart umkämpft war die Partie zwischen Johannes Limmer (SV 1883 Schwarza) und Maik Engelbrecht (Erfurter Judo Club) in der Gewichtsklasse bis 73 Kilogramm.

Offene Berliner Kata-Meisterschaft und Kata Jugend Pokal

Foto (privat):  vlnr. André Pfannschmidt, Tobias Maultzsch, Lukas Eichler, Anthony Menger, Klaus-Dieter Tiedecke) 

Berlin, 22.01.2017 - Zur Vorbereitung auf die Wettkampfsaison 2017 nahm das Kata-Team des FSV 1950 Gotha e.V. an der Offenen Berliner Meisterschaft und dem Kata Jugend Pokal teil. Im letzten Jahr gelang den bis dato einzigen Thüringer Kata-Wettkämpfern im Erwachsenenbereich schon der Sieg in Berlin. In diesem Jahr wurde ganz klar die Titelverteidigung in der Katame-no-kata angestrebt. 

Tobias Maultzsch (Tori) konnte mit Partner André Pfannschmidt (Uke) dieses Ziel auch souverän erreichen. Das die Thüringer in der Favoritenrolle waren, konnte man auch den Worten der Berliner Wertungsrichter entnehmen: „Es wurde der erwartete Ausgang bei der Katame-no-kata“. Als Neueinsteiger in der Nage-no-kata konnten Lukas Eichler (Tori) mit Anthony Menger (Uke) bei ihren zweiten Kata-Wettkampf, mit ihrer bis dahin besten Vorführung, einen sehr guten 3. Platz von fünf Paaren erreichen. Während in anderen Bundesländern der Kata-Wettkampfsport schon etabliert ist, nehmen die Gothaer in Thüringen eine gewisse Vorreiterrolle ein. 

Klaus-Dieter Tiedecke, der auch Kata-Wertungsrichter ist, hofft für die Zukunft auf weiteren Zuspruch auch aus anderen Thüringer Vereinen. 

Die zahlreichen Judo-Katas mit ihren festgelegten und namentlich benannte Abfolgen von Techniken werden in den Prüfungen zu den Judo-Meistergraden verlangt. Darüber hinaus sind sie eine wichtige Säule des Judo zur Verbesserung der Technik im Detail. Neben einem besseren Technikverständnis wird aber auch die Kondition geschult. Besonders ältere Sportler können sich so über das Ende ihre aktiven Wettkampfkarriere hinaus fit halten. Judo-Katas gibt es sowohl im Stand als auch im Boden. Aus dem Jiu-Jitsu entstammen zudem mehrere Selbstverteidigungskatas, die in den höheren Dan-Graden gezeigt werden müssen. Fast alle Judokatas werden mit einem Partner ausgeführt. Dabei führt der Tori die Technik mit oder an seinem Partner, der im Judo Uke genannt wird, aus. (TT)

Deutsche Einzelmeisterschaften der Frauen und Männer in Duisburg - Dennis Ehrmann vom PSV Meiningen wird Deutscher Vizemeister

Foto (Thomas Wetzel): Dennis Ehrmann (im weissen Judogi) vom PSV 90 Meiningen holt die einzige Thüringer Medaille bei den Deutschen Meisterschaften in Duisburg. Er wird Deutscher Vize-Meister bis 66 Kilogramm.

Duisburg, 21./22.01.2017- Zehn Judoka vertraten den Thüringer Judo-Verband bei den diesjährigen Titelkämpfen der Männer und Frauen in Duisburg. Mit technisch gutem Judo und einer sehr routinierten Vorstellung errang Dennis Ehrmann vom PSV Meiningen die Silbermedaille in der Klasse bis 66 Kilogramm. Nach vier gewonnen Kämpfen musste er sich im Finale nur dem jungen aufstrebenden Athleten Lukas Vennekold aus Bayern geschlagen geben.

 

Mit Domenik Schönefeldt und Maxime Brausewetter gingen auch zwei Thüringer Kaderathleten der Bundesstützpunkte an den Start. Beide überzeugten besonders in der Vorrunde der Meisterschaft. Mit spektakulären Techniken und einem starken Fight gegen den Olympiafünften Karl-Richard Frey, welchen er im Golden-Score auf Waza-ari verlor, zeigte Domenik immer wieder, welches Niveau er schon besitzt. Im Kampf um den dritten Platz der 100 Kilogramm Klasse fand der Sportler vom Budokan Sonneberg nicht mehr zu seiner Form und musste sich Daniel Herbst aus Leipzig geschlagen geben, dennoch stand am Tagesende eine sehr achtbarer fünfter Platz.

 

Ähnlich verlief es auch für Maxime Brausewetter vom Erfurter Judoclub. Mit sehr dynamischem und taktisch gutem Judo konnte Maxime besonders in der Vorrunde überzeugen. Gegen die Olympiastarterin Jasmin Külbs war an diesem Tag im Halbfinale aber nichts zu holen. Aufgrund einer Verletzung am Grundgelenk des Daumens, fand Maxime dann auch nicht mehr zu ihrem Judo und musste sich im Kampf um die Bronzemedaille im Schwerggewicht der Frauen geschlagen geben. Trotzdem kann sie als Juniorin mit diesem 5.Platz sehr zufrieden sein und mit voller Zuversicht auf die Deutschen Meisterschaften der U21 schauen.

 

Zudem vertraten Lucas Gerlach, Vincent Giller, Johannes Limmer, Frederike Fiedel (alle noch U21) und Oleg Ilts an diesem Wochenende den Landesleistungsstützpunkt Thüringen. Besonders Lucas Gerlach konnte mit herzerfrischendem Judo auf sich aufmerksam machen. Mit zwei Siegen und zwei Niederlagen präsentierte sich Lucas, der als Junior zum ersten mal bei einer Deutschen Meisterschaft der Männer dabei war, in einer guten Form. (MG)

Zweiter Sichtungsteil am Landesleistungsstützpunkt Jena

(Foto: Tejkl) Der Thüringer Landestrainer hatte nach dem ersten Sichtungsteil im November 2016 (siehe Bild) zum Sichtungswochenende nach Jena geladen. Auch wenn er wegen der DEM in Duisburg nicht persönlich vor Ort war, folgten fast alle Sportler der Einladung.

22.01.2017 - Sehr positiv blickt Sven Hesse, Stützpunkttrainer am LSS Jena, auf das vergangenen Wochenende zurück. Das Landestrainerteam hatte zum zweiten Sichtungsteil an den Landesleistungsstützpunkt Jena geladen. Sehr zufrieden war man mit der Rückmeldung auf die Einladung zum Sichtungswochenende. Bis auf eine Ausnahme hatten alle eingeladenen Sportler zugesagt, auch wenn kurzfristig noch zwei Teilnehmerinnen krankheitsbedingt absagen mussten.

Am vergangenen Freitag reisten somit 12 Jungen und 8 Mädchen an. Nach dem Bezug der Zimmer im Internat des Sportgymnasium und anschließendem Abendessen standen zum näheren Kennenlernen erst einmal einige Spiele auf dem Programm. Am Samstag wurden die Sportler bei Technik- und Randorieinheiten im Stand und Boden begutachtet. Spezialsportlehrer Andy Poltrock, der zusammen mit Jenny Nisser den Stützpunkttrainer am Sichtungswochenende unterstützte, beobachtete ein insgesamt besseres Niveau als im Vorjahr. Dies fiel insbesondere bei den Basics auf, sicher auch ein Resultat der gemeinsamen Trainingseinheiten mit dem Landestrainerteam in den Schwerpunktvereinen. 

Neben dem straffen Trainingsprogramm kam aber auch der Spaß nicht zu kurz. Eine Rugby-Einheit oder der Besuch im Freizeitbad „Galaxsea“ rundeten das Trainingsprogramm ab. Am Abend ließen dann die meisten jungen Sportler am Billardtisch oder Tischkicker den Tag ausklingen.

Am Sonntag stand neben der Wiederholung der erlernten Techniken, mit Turnen und Akrobatik noch ein interessante Einheit auf dem Programm. Auch hier fiel auf, dass die Sportler die Sache ernst nahmen und auch auf Details Wert legten. In den nächsten Tagen müssen nun Landestrainer Mike Göpfert und Stützpunkttrainer Sven Hesse entscheiden, welche Sportler ihre Empfehlung für den Weg an die Sportschule erhalten. Um den Alltag an einem Sportinternat mit täglichen Training noch näher kennenzulernen, gibt es dann für die in Frage kommenden Sportler noch die Möglichkeit eine Eingewöhnungswoche in Jena zu durchlaufen. (TT)

Mitgliedervollversammlung des Thüringer Judo-Verbandes in Bad Blankenburg

Der neu gewählte Vorstand (vlnr. Köhler, Schaller, Gürth, Schäffner, Tejkl, Guttzeit, Berg, Berg, Neues, Töpfer, Sens, Frey, Schauseil)

21.01.2017 - Im Rhythmus von zwei Jahren findet die ordentliche Mitgliedervollversammlung des Thüringer Judo-Verbandes mit der Wahl des Vorstandes des TJV statt. Fristgerecht gingen die Einladungen an alle 64 Thüringer Judovereine, die zusammen über 97 Stimmen verfügen. Der Einladung an die Sportschule in Bad Blankenburg, an der die Mitgliedervollversammlung 2017 stattfand, folgten 38 Vereine mit 70 möglichen Stimmen.Tino Berg richtete als Präsident des TJV Grußworte an die anwesenden Vereinsvertreter, anschließend führte Thomas Schauseil als Versammlungsleiter durch die Tagungsordnungspunkte.In den Berichten der Vorstandsmitglieder wurde die beiden vergangen Jahre überwiegend positiv resümiert. Steffen Engelbrecht wies als Vertreter des Kampfrichterwesens auf die guten Leistungen der Thüringer Kampfrichter hin, rief aber insbesondere die großen Vereine auf weitere Kampfrichter zu qualifizieren.TJV Schatzmeister Knut Frey legte im Bericht des Schatzmeisters die finanzielle Situation des Verbands dar. Ein solides Wirtschaften ist dank des Einnahmenüberschusses aus dem Internationalen Thüringenpokal möglich. Allerdings wäre ohne dieses Topevent nur eine „Mindestversorgung“ aus den Einnahmen, Zuschüssen und Beiträgen machbar. Im Anschluss attestierten die Kassenprüferinnen eine sehr gute Buchführung und die Korrektheit der vorgelegten Zahlen. Sie empfahlen den anwesenden Mitgliedern die Entlastung des Vorstandes. Im Folgenden wurden zwei Satzungsanpassungen und die Beibehaltung des bisherigen Mitgliedsbeitrages mehrheitlich beschlossen. Nach erfolgter Entlastung des bisherigen Vorstandes und der Kassenprüfer ohne Gegenstimmen wurde der neue Vorstand gewählt. Zur Wahl des Präsidentenposten des TJV stand neben Tino Berg als zweite Kandidatin Annett Krüger zur Wahl. In ihrer Bewerbungsrede legte sie ihre Intention zum Wahlantritt dar. Dabei betonte sie, dass sie keine Kampfabstimmung wolle, sondern den Delegierten mit ihrer Aufstellung eine echte Wahlmöglichkeit bieten möchte. Beiden Kandidaten lag in ihren Reden vor allem der langfristige Fortbestand des Landesleistungsstützpunktes Jena mit den damit verbundenen Trainerstellen am Herzen. Im Zuge der Leistungssportreform des DOSB rechne man mit einigen Veränderungen, die momentan aber noch nicht vollends absehbar sind. Krüger schwor die Delegierten auf harte, „abgefahrene“ Zeiten ein, die gemeinsame Anstrengungen erfordern. Berg verwies auf erfolgreiche Gespräche mit dem LSB und die mittelfristige Sicherung des Judoleistungssports in Thüringen. Er setze vor allem auch auf eine Stärkung des Judobreitensports als Garant für stabile, bzw. steigende Mitgliederzahlen. In einer knappen und geheimen Abstimmung wurde Tino Berg mit 37:31 Stimmen zum neuen Präsidenten des Thüringer Judo-Verbandes gewählt. Als Vizepräsidenten wurden mit großer Mehrheit Wieland Guttzeit, Frank Neues und Thomas Sens bestimmt. Schatzmeister bleibt Knut Frey, Angelika Wilhelm begleitet weiterhin das Amt der Kampfrichterreferentin. Tino Berg wurde im Amt des Lehrwartes, Andy Poltrock als Referent für Schulsport und Volkmar Schaller als Prüfungsreferent bestätigt. Neu im Vorstand des TJV sind als Referent für Öffentlichkeitsarbeit Tobias Tejkl, Carsten Göbel als Sportreferent, Janina Gürth als Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte und Thomas Köhler als Breitensportreferent. Thomas Schauseil wurde als Vorsitzender des Rechtsausschuss und Evelyn Töpfer sowie Tanja Schäffner als Kassenprüferinnen gewählt. In den abschließenden Worten des alten und neuen Präsidenten Tino Berg, richtete dieser noch einmal einen Dank an die bisherigen Mitglieder des Vorstandes, die in den vergangenen Jahren eine gute Arbeit geleistet haben. (TT)

Thüringer Kata-Sportler blicken auf ein erfolgreiches Jahr zurück

Foto (Tiedecke): Lukas Eichler, Anthony Menger, André Pfanschmidt und Tobias Maultzsch wollen 2017 ihre Ergebnisse bei Kata-Wettbewerben kontinuierlich verbessern.

Noch wird der Kata-Sport in Thüringen von wenigen Sportlern aktiv betrieben. André Pfannschmidt, Tobias Maultzsch, Lukas Eichler und Anthony Menger allesamt vom FSV 1950 Gotha, haben sich auf das neue Terrain gewagt. Der Start war nicht einfach. Seit 2014 nehmen die Judoka Tobias Maultzsch und André Pfannschmidt, des FSV 1950 Gotha regelmäßig an Kata-Meisterschaften auf nationaler und internationaler Ebene teil. 

Dabei erzielt das Kata-Paar kontinuierlich bessere Ergebnisse. „Wir freuten uns über jede bessere Platzierung, wichtig war uns  aber dabei, die erreichte Punktzahl für die Fehleranalyse und zum Erkennen der Schwachstellen“, resümiert ihr Trainer und Mentor Klaus-Dieter Tiedecke, der die Beiden von Anfang an betreut. Für das kommende Jahr nimmt sich das Duo vor, auf deutscher Ebene den Anschluss an die Spitzengruppen in den jeweiligen Katas zu schaffen. „Das wird ein hartes Stück Arbeit, bedenkt man das die Topplatzierungen an Paare gehen, die die Kata seit über 15 Jahren trainieren“, so André Pfannschmidt.

Die Erfolge der Beiden haben auch das Interesse der Kata-Einsteiger Lukas Eichler und Anthony Menger geweckt. Darum befassten sich Lucas und Anthony intensiv mit der Nage-no-Kata und hatten ihre Premiere zum Dieter Born Pokal Ende des Jahres. Als jüngste Starter des Tages konnten sie ihre bisherig beste Nage-no-Kata zeigen.

Mit dem 3. Platz in der Kime-no-Kata, und einem vierten Platz in der Katame-no-Kata, sowie den 3. Platz in der Nachwuchswertung, konnten Tobias  Maultzsch und André Pfannschmidt in Bonn die Leistungen des Jahres noch einmal bestätigen.

Auch der Kata-Work-Shop in Gotha, der 2016 zum zweiten Mal stattfand, erfreut sich zunehmender Beliebtheit. Auch wenn der Fokus vorrangig auf der Nage-no-Kata lag, hofft das Kata-Team-Thüringen auf baldige Unterstützung durch ein weiteres Duo. Ein Paar aus Erfurt hat geplant sich 2017 intensiv mit der Juno-Kata zu befassen. Es besteht also Hoffnung, dass sich Thüringen auf Kata-Wettbewerben bald mit vier Katas präsentieren kann. 

Natürlich wird im Herbst 2017 der 3. Kata-Work-Shop stattfinden. Wer aber nicht solange warten möchte und Interesse an einer der oben genannten Kata’s hat und/oder das Kata-Team-Thüringen unterstützen möchte kann sich gerne mit den Gothaern in Verbindung setzen! (TT)

 

Erfolge für Thüringer Kata-Sportler im Jahr 2016:

Offene Berliner Kata–Meisterschaft  

1. Platz Katame-no-kata (Maultzsch/Pfannschmidt)

 

Deutsche Kata–Meisterschaft (Speyer) 

8. Platz Katame-no-kata (Maultzsch/Pfannschmidt)

9. Platz Kime-no-kata (Pfannschmidt/Maultzsch)

 

Internationale Kata–Meisterschaften (Maintal)

6. Platz Katame-no-kata (Maultzsch/Pfannschmidt)

 

Dieter Born Pokal (Bonn)

4. Platz Katame-no-kata (Maultzsch/Pfannschmidt)

3. Platz Kime-no-kata (Pfannschmidt/Maultzsch)

4. Platz Nage-no-kata/Jugend (Eichler/Menger)

3. Platz Nachwuchswertung (Maultzsch/Pfannschmidt)