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Thüringer Judo-Verband e.V.

News 2021

 

 

Führungsmannschaft verjüngt - Wahlen im TJV abgeschlossen

Nachdem die Corona-Pandemie derzeit wieder Sport zulässt, blieben für ganz administrative Dinge immer noch Unwägbarkeiten, so dass sich das TJV-Präsidium im Frühjahr dazu entschieden hat, die diesjährige Mitgliederversammlung als Umlaufverfahren mit Onlineabstimmung durchzuführen. Dieses ist nunmehr abgeschlossen.

Die Berichte des Vorstandes sowie die Haushaltsabschlüsse wurden allen Wahlberechtigten zugesandt, auf deren Grundlage konnte der Vorstand für die vergangene Wahlperiode entlastet werden.
Mit dem angekündigten Ausscheiden der Vizepräsidenten Wieland Guttzeit und Frank Neues sowie der Kampfrichterreferentin Angelika Wilhelm ergaben sich personelle Neubesetzungen in Vorstand und Präsidium.
Das Präsidium setzt sich nunmehr aus dem neu gewählten Präsidenten Thomas Sens (PSV Erfurt) den Vizepräsidenten Tino Berg (USV Jena), Tobias Tejkl (FSV 1950 Gotha), Michael Sommer (PSV Erfurt) und Schatzmeister Knut Frey (USV Jena) zusammen.
Neu im Vorstandist als Kampfrichterreferent Daniel Krüger (PSV Erfurt) hinzugekommen. Die weiteren Wahlämter wurden bestätigt und wiedergewählt. Dies sind Sportreferent Carsten Göbel (JC Jena), Lehrwart Tino Berg (USV Jena), Frauen- und Gleichstellungsreferentin Janina Gürth (SV Schmalkalden 04), Schulsportreferent Sebastian Stephan (FSV 1950 Gotha), Referent Breiten- und Freizeitsport Thomas Köhler (SKKA Nordhausen), Prüfungsreferent Volkmar Schaller (SV Harpersdorf) die Kassenprüfer Evi Töpfer (Mattenteufel Erfurt) und Tanja Schäffner sowie den Vorsitzenden des Rechtsausschusses Thomas Schauseil (SV Schwarza).
Für den Posten des Referent Öffentlichkeitsarbeit konnte zunächst kein neuer Kandidat gefunden werden.
Neben drei Satzungsänderungen, welche für mehr Rechtssicherheit sorgen, wurde die an den DJB angepasste Jugendsportordnung durch die Mitgliederversammlung bestätigt.
Die drei ausgeschiedenen Vorstandmitglieder Angelika Wilhelm, Frank Neues und Wieland Guttzeit sowie der amtierende Vorsitzende der Kreisunion Süd Hartmut Franz wurden zu Ehrenmitgliedern ernannt.

Erfolgreicher Re-Start im TJV

Nachdem in den vergangenen Wochen in fast allen Vereinen nach gesunkenen Corona-Inzidenzen das Training wieder angelaufen ist, waren nun auch die Vorzeichen für gemeinsame Aktivitäten auf Verbandsebene positiv.


Der für den 16.-18.07. geplante Workshop zur zentralen Trainerweiterbildung der Lizenzstufen A, B und C konnte stattfinden und war mit letztlich fast 70 Teilnehmer ausgebucht. Einzig aufgrund der ergiebigen Regenfälle sollte kurz vor dem Start die Zusammenkunft noch einmal in Frage gestellt werden. Nachdem am Dienstag Abend weite Teile der Sportschule in Bad Blankenburg knöcheltief unter Wasser standen, mussten wir noch mit einer Absage rechnen. Die Belegschaft der Landessportschule sorgte in Extraschichten dafür, dass die für das Wochenende angesetzten Maßnahmen ohne spürbare Einschränkungen durchgeführt werden konnten. Hierfür Herzlichen Dank.


Das abwechslungsreiche Angebote an Kursen wurde durch die Teilnehmer gut angenommen. Es wurde als kurzweilig, informativ und gewinnbringend wahrgenommen und mit einer sehr aktive Mitwirkung belohnt. Im Rahmen der Seminare und Praxiseinheiten wurden Fragen des Kinderschutzes, Dopingprävention und Neuerungen im Regelwerk geklärt, es wurde auf theoretische und praktische  Belange der Atmung und Beweglichkeit eingegangen und neben klassischen Elementen in Ne- und Tachi-Waza konnten sich die Teilnehmer in der Selbstverteidigung, im Taiso und der Kata weiterbilden.

Die Zusammenkunft nach so langer Abstinenz bot gleichzeitig den Rahmen, pandemiebedingt aufgeschobene Ehrungen nachzuholen. Nachdem das 30-jährige Verbandsjubiläum nicht gemeinsam begangen werden konnte, bot sich nunmehr die Gelegenheit, verdienstvolle Mitglieder auszuzeichnen.


Christina Engelbrecht wurde für ihr jahrzehntelanges Wirken im SC Medizin Erfurt mit der TJV-Ehrennadel in Gold gewürdigt. Sie konstante Größe im Verein. Dort wirkte und wirkt sie nach wie vor  als Trainerin, Kämpferin und Kampfrichterin auf höchster nationaler Ebene an allen verfügbaren Fronten.


Carsten Göbel vom JC Jena wurde für seine Verdienste im Verein und im TJV mit dem 4. Dan ausgezeichnet.


Tino Berg (USV Jena) wurde für sein Wirken als Lehrwart und Präsident im vergangenen Jahr der 6. Dan zuerkannt. Nunmehr erfolgte die offizielle Übergabe durch Amtsnachfolger Thomas Sens.


Durch die diesjährige Mitgliederversammlung, welche als Umlaufverfahren durchgeführt wurde, erging der Beschluss, die ehemaligen Funktionsträger Angelika Wilhelm (SV Schmalkalden 04, Gründungsmitglied, Kampfrichterreferentin), Frank Neues (Mattenteufel Erfurt, Sportwart, Vizepräsident Breitensport), Hartmut Franz (SV Mengersgereut-Hämmern, Vizepräsident, amt. Vorsitzender KU Süd) und Wieland Guttzeit (PSV Weimar, Jugendwart, Vizepräsident Leistungssport, nicht anwesend) zu Ehrenmitgliedern im TJV zu ernennen.


Nach fast eineinhalb Jahren fehlender Gemeinsamkeit kam fast ein wenig Klassentreffen-Feeling auf und der Erfahrungsaustausch durch die ein oder andere Anekdote belebt. (TS, Fotos privat)

Silber, Bronze und ein fünfter Platz für den Thüringer Judoverband bei den „Koroska Judo Open“

Foto (J. Steiner): v.l.n.r.: Das TJV Team mit Landestrainer Jan Steiner, Theresa Fiedel, Dzohar Bekbuzarov, Ole Fünfgelder, Hannes Trier, Eric Graupner und Lennart Leuschke.
Foto (J. Steiner): v.l.n.r.: Landestrainer Jan Steiner und die Medaillengewinner Theresa Fiedel und Dzohar Bekbuzarov.
Foto (J. Steiner): Die Platzierten der Koroska Open bis 81 Kilogramm mit Dzohar Bekbuzarov (1. v.l.).
Foto (J. Steiner): Das Podium der Koroska Open bis 57 Kilogramm mit Theresa Fiedel (2.v.r.).

Slovenc Gradec, 04.07.2021

 

Bei den internationalen slowenischen Meisterschaften im Judo in Davograd gingen am vergangenen Wochenende rund 230 Athleten und Athletinnen aus 11 Nationen auf die Matte. In der mit 18 Judoka stark besetzten Gewichtsklasse bis 81 Kilogramm präsentierte sich Dzohar Bekbuzarov vom PSV Erfurt in sehr guter Verfassung. Der 21-jährige Mittelgewichtler kämpfte sich mit vier vorzeitigen Siegen bis ins Finale vor. In Runde eins gewann er schon nach kurzer Kampfdauer vorzeitig gegen den tschechischen Nationalkaderathleten Matyas Sobota mittels Festhaltegriff. Auch gegen den Österreicher Gabriel Brettschneider ließ der junge Student des Bauingenieurwesens nichts anbrennen und siegte mit einem Innenschenkelwurf und einem sehenswerten Schulterwurf vor Ablauf der regulären Kampfzeit von 4 Minuten. Im Viertelfinale zwang der junge TJV-Athlet den tschechischen Nationalkaderathleten Daniel Pintera mit einem blitzschnell angesetzten Würgegriff nach nur einer Minute Kampfzeit zur Aufgabe. Im Einzug ins Finale gegen Ermal Salihaj vom Nationalteam Kosovo ging Dzohar Bekbuzarov frühzeitig durch einen tief angesetzten Schulterwurf in Führung. Als sein Gegner kurz vor Kampfende nochmal mit einem Innenschenkelwurf angriff, gelang dem Erfurter mit einer Kontertechnik der vorzeitige Sieg. Im Finale musste er sich trotz starker Gegenwehr dem tschechischen Nationalkaderathleten Pavel Sevec nach knapp 3 Minuten Kampfzeit vorzeitig geschlagen geben und landete nach einem starken Auftritt letztlich auf dem Silberrang.


Die zweite Medaille aus Thüringer Sicht erkämpfte sich Theresa Fiedel von den Mattenteufeln Erfurt in der Gewichtsklasse bis 57 Kilogramm. Die 18-jährige Leichtgewichtlerin startete zunächst in Runde eins mit einem Freilos in das Turnier. Im zweiten Durchgang musste sie nach einer äußerst knappen Niederlage gegen Sarah-Joy Bauer von der Arge Judo BW in die Trostrunde. Dort wartete mit Ecatarina Banu eine Nationalkämpferin aus Moldavien. Mit einem sehenswerten Schulterwurf und einer weiteren Wertung für einen gelungenen Opferwurf setzte sich die Sportschülerin des Sportgymnasium Jena vorzeitig durch und gewann somit die Bronzemedaille.


Hannes Trier vom Kogatan Bad Salzungen stand nach einem souveränen Auftaktsieg in Runde eins gegen den starken Slowenen Vid Kavnik bereits im Poolfinale und dort dem späteren Turniersieger Anes Veseli vom Nationalteam Kosovo gegenüber. Nach ausgeglichenem Kampfverlauf verletzte er sich in der Kampfzeitverlängerung, dem so genannten „Golden Score“, an seiner Schulter. Deshalb musste er auch im kleinen Finale der Gewichtsklasse bis 90 Kilogramm dem Slowenen Gal Bertalanic Zizek die Bronzemedaille kampflos überlassen und sich mit dem undankbaren fünften Platz zufriedengeben.


Die weiteren Thüringer Starter Lennart Leuschke vom JC Jena (bis 66 Kilogramm), Ole Fünfgelder vom SV Schwarza und Eric Graupner vom PSV Eisenach (beide bis 73 Kilogramm) konnten ihre Auftaktkämpfe dieses Mal noch nicht gewinnen und schieden vorzeitig aus. Im jetzt anschließenden Höhentrainingslager in Kope werden alle TJV-Athleten noch viele schweißtreibende Trainingskämpfe absolvieren und auf diese Weise wertvolle Erfahrungen für die Zukunft sammeln.

Guter Start für das Regionalrandori in Erfurt

Die beiden Gruppenfotos (J. Steiner) zeigen die Teilnehmer/innen der Regionalrandori beim Erfurter Judoclub und Kodokan Erfurt.

Über 40 Teilnehmer, aus verschiedenen Judovereinen der Region, folgten dem Aufruf des TJV und trafen sich noch vor den Sommerferien, im wöchentlichen Wechsel immer mittwochs von 18:00-19:30 Uhr, zum gemeinsamen Randoritraining auf den Matten des Kodokan Erfurt und des Erfurter Judoclubs. Auch einige Sportschüler des Sportgymnasiums Jena nutzten die günstige Gelegenheit, um sich mit anderen Trainingspartnern als im täglichen Heimtraining, zu messen.
Unter der Leitung von Landestrainer Jan Steiner sowie den Vereinstrainern Gerhard und Andre´ Hoffmann vom Kodokan Erfurt und Luis Kroll vom Erfurter Judoclub wurden technisch-taktische Inhalte des neuen TJV-Rahmentrainingsplans vermittelt und vor allem viele schweißtreibende Runden Randori in Vorbereitung der anstehenden Meisterschaften absolviert.
Am Ende dieser ersten gelungenen Trainingseinheiten formulierten die anwesenden Trainer folgendes positive Fazit:
„Die ersten vier Trainingseinheiten haben allen Teilnehmern jede Menge Spaß bereitet und es gab trotz der langen Zeit des Lockdowns erfreulicher Weise keine einzige Verletzung zu beklagen (Jan Steiner)“.
„Wünschenswert für die Zukunft wäre es, dass noch viel mehr Vereine des Großraums Erfurt dieses Trainingsangebot für die Altersklassen ab u15 bis hin zu den Erwachsenen nutzen, um sich optimal auf die bevorstehenden Wettkämpfe vorzubereiten (Andre Hoffmann)“.
„Noch stoßen wir nicht an unsere Kapazitätsgrenze, vor allem nicht hier auf unserer schönen großen Mattenfläche beim Erfurter Judoclub. Nach den Sommerferien hoffe ich auf einen noch größeren Zulauf von Judoka der umliegenden Vereine“ (Luis Kroll).
Randori lebt von der Vielzahl unterschiedlicher Trainingspartner, die kann kein Thüringer Judoverein allein auf die Matte bringen. Deshalb freuten sich alle Anwesenden sehr über das neu geschaffene Trainingsangebot des Thüringer Judoverbandes, welches nur durch die Unterstützung der beiden ausrichtenden Vereine überhaupt erst ermöglicht werden konnte.
Unter www.thueringer-judoverband.de findet man unter dem Menüpunkt „LLS Jena“ eine Aufstellung, wann und wo die nächsten vereinsoffenen Regionalrandori stattfinden.
Externe Gäste werden gebeten, sich immer vorab bei den jeweiligen Vereinstrainern kurz telefonisch anzumelden.


Weitere Infos gibt es telefonisch bei Landestrainer Jan Steiner unter 0176 62635239 oder per
E-Mail an sennosen63[at]gmx.de.


Kodokan Erfurt:
Andre Hoffmann – Mobil: 0160 94655761
Salinenstrasse 141, 99086, Erfurt
Erreichbar mit den Straßenbahnlinien 5 & 1.
Parkmöglichkeiten am Ilfersgehofener Platz oder am Ende der Magdeburger Allee (stadtauswärts).


Erfurter Judoclub:
Luis Kroll – Mobil: 01516 4073372
In der Lutsche 10, 99097, Erfurt
Erreichbar mit den Straßenbahnlinien 2 & 3.
Parkmöglichkeiten befinden sich direkt vor der Halle.

Erfolgreicher Länderkampf in Luxembourg

Foto (V. Giller): Das neunköpfige TJV-Aufgebot im Hall National des Arts Martiaux in Luxembourg, v.l.n.r.: Beeke Niebur, Noelia Wolf, Lotta Zeier, Lukas Pencun, Jonas Kreuder, Sebastian Vogel, Max Ölke, Vincent Giller, Oliver Schulz.

Luxembourg, 26.06.2021

Eine siebenköpfige Auswahl des Thüringer Judoverbandes weilte am vergangenen Wochenende zu einem ersten internationalen Mannschaftvergleich für gemischte Teams der Altersklasse Jugend unter 17 Jahren in Luxembourg.
Das besondere Konzept des luxemburgischen Judoverbandes eignete sich besonders gut für eine erste Standortbestimmung nach der langen Corona bedingten Wettkampfpause. Hier wurden die aus dem Saarland, dem Rheinland, der Pfalz, dem grenznahen Frankreich und Thüringen angereisten 60 Teilnehmer/innen in Mixed-Teams eingeteilt und konnten auf diese Weise 3-4 Mannschaftskämpfe bestreiten. Im Anschluss an diese Mannschaftskämpfe wurde noch ein gemeinsames Randori-Training absolviert, bevor alle Teilnehmer zufrieden nach Hause fahren konnten.
Unter der Leitung von Stützpunkttrainer Vincent Giller und TJV-Honorartrainer Oliver Schulz zeigten alle Athleten/innen ansprechende Leistungen und sammelten wichtige Erfahrungen sowie Wettkampfpraxis für die kommenden Aufgaben.


Carl Then gewinnt Bronze bei den Ruhrgames 2021 in Bochum

Foto (J. Steiner): Carl Then (2. v.r.) gewinnt in der Klasse bis 46 Kg die Bronzemedaille bei den Ruhr Games 2021

Bochum, 6.6.2021

Nach drei Kämpfen im Poolsystem der Gewichtsklasse bis 46 Kilogramm landete der junge Leichtgewichtler vom JC Jena auf dem dritten Platz. In seinem Auftaktkampf besiegte der Sportschüler den Berliner Maxim Sterzer mit einem sehenswerten Schulterwurf und einem Festhaltegriff vorzeitig. Die beiden anschließen Duelle gegen Falk Hohbein von der Sportunion Annen und Arjan Richter vom UJKC Potsdam gingen leider beide knapp verloren. Trotzdem ist die Bronzemedaille für den ebenfalls noch jahrgangsjüngsten TJV-Athleten ein guter Einstand in der Altersgruppe der Jugend u18 und lässt für die Zukunft hoffen.


Merlin Vogt bei den Ruhr Games 2021 in Bottrop

Foto (J. Steiner): Merlin Vogt bei der Gegnerbeobachtung

Bottrop, 5.6.2021


Merlin Vogt vom Erfurter JC kämpfte am 3. Tag der Ruhr Games in der mit 25 Teilnehmern sehr stark besetzen Gewichtsklasse bis 66 Kilogramm. Gegen Wilhelm Fannenstiel vom SC Budokwai Garbsen musste der 15-jährige Sportschüler in seinem Erstrundenduell trotz einiger hoffnungsvoller Ansätze eine vorzeitige Niederlage hinnehmen. Weil sein Kontrahent im Kampf um den Poolsieg verlor, schied Merlin Vogt leider ohne Trostrundenchance vorzeitig aus dem Turnier aus. Dennoch konnte der junge TJV-Kämpfer wertvolle Erfahrungen für die Zukunft sammeln.


Ronja Klein gewinnt Bronze bei den Ruhr Games 2021 in Bochum

Foto (J. Steiner): Ronja Klein (rechts außen) bei der Siegerehrung der Gewichtsklasse bis 48 Kilogramm

Bottrop, 4.6.2021 

 

Nach über 15 Monaten coronabedingter Wettkampfpause demonstrierte die erst 15-jährige Sportschülerin vom Sportgymnasium Jena eindrucksvoll als jahrgangsjüngste Teilnehmerin in der Altersklasse u18 ihr gewachsenes Leistungsniveau. Vor den Augen der Bundestrainerin Sandra Klinger setzte sie sich nach einem Freilos in der zweiten Runde mit einem sehenswerten Innenschenkelwurf vorzeitig gegen Alexandra Gross vom JC Hennef durch. In einem äußerst hart umkämpften Halbfinale gegen Tabea Nika Mecklenburg vom VfB Klotsche Hellerau kontrollierte die Leichtgewichtlerin von den Mattenteufeln Erfurt über weite Strecken das Kampfgeschehen und verlor letztlich äußerst unglücklich aufgrund einer kleinen Unaufmerksamkeit.

Im Kampf um die Bronzemedaille gegen Sophie Scharnberg aus Hamburg musste Ronja Klein ins „Golden Score“, die sogenannte Verlängerung im Judo, da keine der beiden Athletinnen in der regulären Kampfzeit eine Wertung erzielte. Hier konnte sie aufgrund ihrer sehr guten Ausdauer die Oberhand behalten und gewann durch eine erneute Bestrafung ihrer Kontrahentin wegen zu passivem Kampfverhaltens.

Dieser Erfolg ist als ein erstes Achtungszeichen zu werten – freut sich TJV-Landestrainer Jan Steiner verhalten. Er ist fest davon überzeugt, dass Ronja Klein in Zukunft noch öfter auf dem Podium bei Großereignissen zu sehen sein wird. Nächste Station für Ronja Klein ist mit den Koroska Open ein stark besetztes internationales Turnier, das in vier Wochen in Slovenc-Gradec (Slowenien) statt findet. Dort gilt es für Ronja Klein vor allem weitere Erfahrungen zu sammeln und sich erstmals gegen u18 und u21 Athletinnen zu behaupten.




Sichtung des Thüringer Judo-Verbandes

Fotos (privat): Unter schwierigen Vorraussetzungen lief in diesem Jahr die Sichtung für das LLS und die Sportschule Jena ab. Die 5 weiblichen und 10 männlichen Teilnehmer aus 9 Thüringer Vereinen zeigten sich sehr motiviert beim Durchlaufen des Sichtungsprogramms.

Die diesjährige Sichtung des Thüringer Judo-Verbandes zur Aufnahme an den Landesleistungsstützpunkt (LLS) und die Sportschule Jena stand coronabedingt unter keinem guten Vorzeichen. Der letzte Wettkampf, an dem eine Sichtung möglich war, liegt jetzt nun schon über ein Jahr zurück. Das Vereinstraining ist seit fast 6 Monaten nicht möglich, weshalb auch der Sichtungstermin mehrmals verschoben werden musste.
Trotz aller Widrigkeiten gelang es mit einigem Aufwand, immerhin 15 junge motivierte Judoka zur Sichtung in Jena zu begrüßen. Mit dem Kodokan Erfurt, JC Jena, Kogatan Bad Salzungen, SV Auma, Nippon Schleiz, Erfurter Kampfsport-Centrum, JC Stotternheim und dem SV Schmalkalden waren insgesamt neun Thüringer Vereine in Jena vertreten.
Nach erfolgtem negativem Cornatest wurde gleich weiter getestet. Nun ging es aber glücklicherweise um sportlichen Belange, mit einem erhofften, abschließend positiven Ergebnis.
Der Vormittag wurde nach kurzer Erwärmung für eine athletische Überprüfung genutzt. Die Thüringer Stützpunktrainer Vincent Giller und Oliver Schulz sowie die TJV Honorartrainer Lothar Gwosdz und Tobias Tejkl überprüften die 5 Mädchen und 10 Jungen in den Bereichen Kraft, Ausdauer, Schnelligkeit, Beweglichkeit und Koordination auf Herz und Nieren. Angesichts der langen Trainingspause, zeigten die Sportler ansprechende Leistungen.
Nach kurzer Erholungspause rückte am Nachmittag die judospezifische Seite in den Blick. Die LLS Stützpunkttrainer achteten beim Tandoku Renshu (Schattentraining) auf die Umsetzung der Bewegungsvorgaben, übten gemeinsam eine Fußtechnik ein und sahen sich die speziellen Techniken der Sportlerinnen und Sportler etwas genauer an. Für Landestrainer Jan Steiner war das abschließende Randori noch einmal von großer Wichtigkeit. In 10 Randori Runden durften sich die jungen Judoka richtig austoben. Diese Möglichkeit nutzen die Sichtungsteilnehmer eifrig.
Im technischen Bereich bedarf es allerdings auch noch einiger Anstrengungen, das wurde trotz motiviertem Einsatz der Nachwuchssportler deutlich.
Für den Thüringer Landestrainer geht es nun darum die Auswahl zu treffen. Hierzu müssen die erbrachten Leistungen ausgewertet und noch weitere Einzelgespräche mit Sportlern, Eltern und Trainern geführt werden. Viel Zeit bleibt Jan Steiner dafür nicht, denn das Schuljahr ist schon fortgeschritten und man muss sich weiterhin mit den pandemiebedingten Einschränkungen arrangieren.
Ein großer Dank gilt den Heimtrainern der Vereine für ihre Zusammenarbeit und ihr Engagement, aber natürlich auch den Eltern, die den Weg ihrer Kinder an den Thüringer Landesleistungsstützpunkt ermöglichen.